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Zeitung: NRW-Bauministerium erkennt "massives kriminelles Verhalten" beim Kölner U-Bahn-Bau

Köln (dts) - Angesichts der zahlreichen gravierenden Mängel beim Kölner U-Bahn-Bau geht das Bauministerium von Nordrhein-Westfalen davon aus, dass es sich "um ein massives kriminelles Verhalten mehrerer beteiligter Personen handeln muss". Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwochsausgabe) unter Bezug auf eine noch nicht veröffentlichte Mitteilung des Ministeriums. Für die Grube am Waidmarkt, wo vor genau einem Jahr das Stadtarchiv eingestürzt ist, seien nicht nur Vermessung- und Betonierungsprotokolle von Wandabschnitten gefälscht worden - obendrein seien auch die Aufzeichnungen zu den abgepumpten Sandanteilen aus dem Erdreich der Baustelle "inhaltlich unbefriedigend". Die "Sandmengenmessungen" vor dem Einsturz seien nicht gemäß den geltenden Vorschriften durchgeführt worden, heißt es in dem Papier des Ministeriums. Nach dem Unglück seien die Messverfahren auf Anweisung der Technischen Aufsichtsbehörde bei der Bezirksregierung Düsseldorf "regelkonform angepasst und umgesetzt" worden. Die "offensichtlich hochkriminellen Vorgänge" müssten "dringend aufgeklärt werden". Die Arbeiten am Waidmarkt gelten als Auslöser für den Einsturz des Stadtarchivs am 3. März 2009.
DEU / NRW / Zugverkehr
02.03.2010 · 20:11 Uhr
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