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Zeitung: Nato-Luftangriff sei Fehlentscheidung der Bundeswehr

Berlin (dts) - Der Nato-Luftangriff auf zwei Tanklaster in Afghanistan, der durch einen deutschen Offizier befohlen wurde, soll eine Fehlentscheidung der Bundeswehr gewesen sein. Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" stehe dies in einem vorläufigen Bericht der Nato. Demnach soll der deutsche Oberst seine Kompetenz überschritten, die Lage falsch eingeschätzt und somit nicht den vorgeschriebenen Befehlsweg eingehalten haben. Der Oberst ist der Kommandeur des Provinz-Aufbauteams (PRT) in Kundus, das die Bombardierung angeordnet hatte. Laut eines führenden Nato-Offiziers hätte die Entscheidung nur unter Rücksprache mit dem ISAF-Hauptquartier getroffen werden können. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass man die offizielle Untersuchung abwarten solle. Bei dem Luftangriff im Norden Afghanistans sind Ende vergangener Woche mehrere Dutzend Menschen gestorben, darunter angeblich auch Zivilisten.
DEU / Afghanistan / Bundeswehr
09.09.2009 · 20:31 Uhr
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