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Zeitung: Mutmaßliche Merkel-Ausspähung über längere Zeit

Berlin (dpa) - Deutsche Sicherheitsbehörden haben nach einem Zeitungsbericht den Verdacht, dass der US-Geheimdienst NSA das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) längere Zeit ausspionierte.

In NSA-Dokumenten, die der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden entwendet habe, befinde sich eine alte Handy-Nummer Merkels, berichtete die «Welt» unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Dieser Eintrag soll Auslöser für die aktuelle Affäre sein. Dass die vermutete Ausspähaktion länger angedauert haben könnte, schlussfolgern demnach Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Bundesnachrichtendienstes (BND). Beweise lägen deutschen Behörden jedoch bislang nicht vor. Die Rede ist von einem «verdichtetem Verdacht». Auf dpa-Anfrage wollte sich der BND auch am Donnerstag nicht zu den Vorgängen äußern.

Bei dem betroffenen Handy handelt es sich laut der Zeitung nicht um das aktuelle Modell, sondern um das Vorgängermodell des finnischen Herstellers Nokia. Letztes nutzte die Kanzlerin demnach von Oktober 2009 bis Juli 2013.

Bundesregierung / Geheimdienste / SPD / USA
24.10.2013 · 14:07 Uhr
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