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Zeitung: Lafontaine wird nicht ins Saarland zurückkehren

Saarbrücken (dts) - Linken-Chef Oskar Lafontaine wird offenbar doch nicht das Amt des Fraktionschefs im Saarländischen Landtag für eine ganze Legislaturperiode übernehmen. Das berichtet die "Tageszeitung" (taz). Demnach werde der 67-Jährige auch sein Landtagsmandat demnächst aufgeben. Noch stehe jedoch kein Termin für einen Rückzug fest. Vor knapp zwei Wochen hatte Lafontaine angekündigt, seinen Fraktionsvorsitz im Bundestag niederzulegen und als Fraktionschef in den saarländischen Landtag zurückzukehren. Die Grünen hatten daraufhin empört reagiert. Sie stimmten zwei Tage später im Rahmen ihres Parteitages für die Bildung einer Jamaika-Koalition mit CDU und FDP und erteilten einem rot-rot-grünem Bündnis somit eine Absage. Im Vorfeld hatte der Partei- und Fraktionschef der Saar-Grünen, Hubert Ulrich, eine Zusammenarbeit mit "Lügner Lafontaine" entschieden abgelehnt. Die Linke kritisierte die Vorgänge im Saarland und sprach von einer "Koalition der Wahlbetrüger". Auch die Erhöhung der Sitze am Kabinettstisch von sieben auf neun bedeute im Hinblick auf die hohe Verschuldung des Saarlands eine "Unverschämtheit". Die Koalitionsverhandlungen im Saarland werden Anfang November beginnen, am 19. November soll die neue Regierung dann stehen.
DEU / SAR / Regierung / Parteien
21.10.2009 · 09:45 Uhr
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