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Zeitung: Bundeswehr in Afghanistan soll besser bewaffnet werden

Berlin (dts) - Angesichts der immer heftigeren Kämpfe mit den radikal-islamischen Taliban erwägt die Bundeswehr offenbar, in Afghanistan erstmals schweres Gerät wie den Schützenpanzer "Marder" einzusetzen. Wie das "Handelsblatt" auf seiner Internetseite berichtet, habe der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, diese Maßnahme in der vertraulichen Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages angekündigt. Die SPD habe zudem die Stationierung und den Einsatz von Kampfhubschraubern auch im Norden des Landes gefordert, für den Deutschland die Verantwortung übernommen hat. Hintergrund der Überlegungen ist die verschlechterte Sicherheitslage in Afghanistan. Am Montag griffen US-Kampfflugzeuge im Norden erstmals in Kämpfe mit den Taliban ein, an denen die Bundeswehr beteiligt war. Der verstärkte Einsatz gepanzerter Fahrzeuge in Afghanistan wird vom Parlament seit langem gefordert. Künftig kann die schnelle Eingreiftruppe (Quick Reaction Force) vier "Marder"-Schützenpanzer einsetzen. Dies ist jedoch nicht unumstritten, weil das Kettenfahrzeug die gerade gebauten Straßen zu zerstören droht. Die Soldaten sollen außerdem gepanzerte und bewaffnete "Igel"-Transporter sowie weitere gepanzerte Transportfahrzeuge der Typen "Dingo" und "Fuchs" erhalten. In der Bundeswehr wird zudem immer wieder der Einsatz von Panzerhaubitzen in Afghanistan gefordert, das Verteidigungsministerium lehnt den Einsatz von Artillerie aber bisher ab.
DEU / Afghanistan / Bundeswehr
18.06.2009 · 07:54 Uhr
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