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Zeitung: Bundesbankpräsident Weber kann nicht sofort Chef der Deutschen Bank werden

Berlin (dts) - Bundesbankpräsident Axel Weber könnte auch nach einer Karenzzeit nicht unmittelbar Chef der Deutschen Bank werden. Wie die "Welt" (Montagausgabe) aus Aufsichtskreisen erfuhr, ließe es die Finanzaufsicht BaFin nicht einmal zu, dass er direkt in den Vorstand des Kreditinstituts einzieht. Weber müsste im Falle eines Wechsels in eine Geschäftsbank erst einmal als Generalbevollmächtigter unterhalb der Vorstandsebene Erfahrungen sammeln, bevor ihm die Geschäftsleitererlaubnis - in der Branche "Bankenführerschein" genannt - erteilt würde.

Weber hat bislang nie in einer Geschäftsbank gearbeitet. Leute ohne entsprechende Erfahrungen könnten nach dem Kreditwesengesetz nicht direkt in den Vorstand einer Bank einziehen. Ausnahmen von dieser Regel habe es vielleicht in früheren Jahrzehnten gegeben, hieß es in Aufsichtskreisen. Sie entsprächen heute aber keinesfalls mehr der Praxis der BaFin, die über die Eignung befinden muss. Seit Bundesbank-Präsident Weber kürzlich seinen Rückzug zum 30. April bekannt gegeben hat, gibt es heftige Spekulationen darüber, dass er zur Deutschen Bank wechseln könnte. Er gilt in Bankkreisen weiterhin als Kandidat für den Vorstandsvorsitz. Bankchef Josef Ackermann sagte vergangene Woche zwar, dass derzeit keine Verhandlungen mit Weber stattfänden; spätere Gespräche hat er dagegen nie ausgeschlossen.
DEU / Finanzindustrie / Unternehmen
27.02.2011 · 17:35 Uhr
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