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Zeitung: Bonus für Landärzte kostet 200 Millionen Euro pro Jahr

Berlin (dts) - Die finanziellen Anreize, mit denen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die Ärzte zur Niederlassung auf dem Land bewegen will, kosten rund 200 Millionen Euro. Das geht aus dem geänderten Gesetzentwurf zu Bahrs Versorgungsgesetz hervor, aus dem die Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) zitiert. Darin steht ebenfalls, dass das Gesundheitsministerium bis zum Mai 2014 untersuchen wird, welche Wirkung diese Zuschläge haben, und ob die dadurch erzielten Einsparungen höher sind als die Kosten.

Der erste Entwurf des Gesetzes war von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gestoppt worden. Seine Beamten hatten die Befürchtung, dass Bahrs Pläne den Bundeshaushalt stark belasten werden. Der Gesundheitsminister hatte die Mehrausgaben für die Zuschläge, die er neuen Landärzten zahlen will, nicht exakt beziffert. Nun gibt das Gesundheitsministerium die Mehrausgaben für "Preiszuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen" von niedergelassenen Ärzten mit 150 bis 200 Millionen Euro an. Durch die Bildung von sogenannten Strukturfonds bei den Kassenärztlichen Vereinigungen, die von den Krankenkassen mitfinanziert werden, würden zusätzliche Ausgaben von 25 Millionen Euro pro Jahr entstehen.
DEU / Gesundheit / Arbeitsmarkt
16.07.2011 · 04:00 Uhr
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