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Zeitung: Bayer erwartet offenbar sinkende Nachfrage nach Antibabypillen

Leverkusen (dts) - Der Bayer-Konzern stellt sich offenbar auf eine sinkende Nachfrage nach Antibabypillen ein. Das berichtet der "Tagesspiegel" in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Demnach hätte der Konzern nach sinkenden Absatzzahlen seine Erwartungen für dieses Jahr schon mehrfach nach unten korrigiert und auch die Produktion bereits heruntergefahren. Statt wie bisher im Fünf-Schicht-Betrieb würden die Verhütungspillen im Berliner Stammwerk nur noch in drei Schichten produziert. Anders als im vergangenen Jahr werde jetzt an den Wochenenden nicht mehr produziert. Den Informationen zufolge will der Konzern in diesem Jahr jetzt nicht mehr - wie noch zu Beginn des Jahres - 240 Millionen Verpackungseinheiten in Berlin produzieren, sondern nur noch 180 Millionen. Unternehmenssprecher Oliver Renner bestätigte, dass im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet wird. Dass die Nachfrage gesunken sei, könne er aber ebensowenig bestätigen wie die Planungszahlen, sagte Renner. Zudem sieht sich der Bayer-Konzern nach gravierenden Vorfällen in Zusammenhang mit der Einnahme seiner Antibabypille "Yasmin" offenbar mit Klagen konfrontiert. Unternehmenssprecher Renner wollte dies nicht direkt kommentieren und lehnte einen Zusammenhang zwischen der Antibabypille und der Bildung von Thrombosen ab. Seit dem Jahr 2000 hat es in Deutschland sieben Tote in Zusammenhang mit der Einnahme von "Yasmin" gegeben, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel bestätigt hat.
DEU / Pharmaunternehmen
20.06.2009 · 14:21 Uhr
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