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Zehntausende fordern in Rom Arbeit und Demokratie

Demonstrationszug in der italienischen Hauptstadt Rom.Großansicht

Rom (dpa) - In Rom haben am Samstag zehntausende Menschen für Arbeit und Demokratie demonstriert. An der Demonstration beteiligte sich neben Politikern der linken Opposition auch der Generalsekretär der größten italienischen Gewerkschaft CGIL, Guglielmo Epifani.

Die Proteste richteten sich gegen die Wirtschaftspolitik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi und gegen den Versuch des Automobilkonzerns Fiat, in seinem Werk Pomigliano bei Neapel flexiblere Arbeitsbedingungen und -verträge durchzusetzen. Andernfalls droht Fiat damit, diese Fabrik zu schließen.

«Italien stürzt in den Abgrund, ein Kurswechsel in der wirtschaftspolitischen Strategie ist dringend nötig», sagte Epifani und drohte auch mit einem Generalstreik.

Zu der von der Metaller-Gewerkschaft FIOM organisierten Protestkundgebung kamen 70 Busse aus ganz Italien und sieben Sonderzüge. Auch Studenten und Arbeitnehmer aus anderen Branchen nahmen an der Großdemonstration teil. Die Polizei zählte 80 000 Demonstranten, die Organisatoren sprachen von etwa 300 000.

FIOM-Generalsekretär Maurizio Landini forderte: «Wir wollen Arbeitsverträge, Arbeitsplätze und die Demokratie verteidigen - angesichts eines der größten Angriffe auf die Rechte der Arbeiter.»

Zu Zwischenfällen kam es entgegen Befürchtungen des Innenministeriums nicht. Zwei verschiedene Demonstrationszüge zogen friedlich vom Stadtzentrum zur Piazza San Giovanni vor der Lateranbasilika, auf der die Abschlusskundgebung stattfand. Der italienische Innenminister Roberto Maroni hatte im Vorfeld vor der möglichen Teilnahme gewalttätiger anarchistischer Gruppen gewarnt.

Gewerkschaften / Demonstrationen / Italien
17.10.2010 · 10:48 Uhr
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