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Zehntausende Exil-Iraner bei Paris

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Paris/Brüssel (dpa) - Zehntausende Exil-Iraner haben am Samstag in der Nähe von Paris gegen das Regime in Teheran protestiert. Nach Angaben von Vertretern des Nationalen Iranischen Widerstandsrats (NWRI) trafen sich rund 90 000 Menschen in Villepinte zu einer Kundgebung.

Die Präsidentenwahlen seien ein illegales Werkzeug gewesen, um die schlimme Herrschaft im Iran zu stärken, hieß es. Die westliche «Beschwichtigungspolitik» müsse ein Ende haben. «Die Leute im Iran wollen einen Systemwechsel», sagte NWRI-Sprecher Javad Dabiran.

Eine kleinere Demonstration gab es am Wochenende in Brüssel. Dort forderten am Samstag rund 800 Menschen vor der iranischen Botschaft Neuwahlen. Auch in mehreren deutschen Städten, darunter in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart, demonstrierten mehrere tausend Exil-Iraner gegen das Wahlergebnis und warfen Präsident Mahmud Ahmadinedschad Wahlbetrug vor.

Zu den Teilnehmern der Protestkundgebung bei Paris zählten nach Angaben der Exilorganisation auch Parlamentarier aus Ländern wie Deutschland, Spanien und Frankreich. Insgesamt seien 1100 Busse aus ganz Europa in Richtung Villepinte aufgebrochen.

Der Nationale Iranische Widerstandsrat versteht sich als ein breites Bündnis von demokratischen iranischen Organisationen, Gruppen und Persönlichkeiten. Dazu gehört auch die Organisation der Volksmudschahedin, die in den USA als terroristisch bewertet wird und als die aktivste und militanteste Oppositionsgruppe gegen die Islamische Republik Iran gilt. In der EU wurde sie nach einem Beschluss der EU-Außenminister im Januar 2009 von der Terrorliste gestrichen.

Konflikte / International / Proteste / Iran
21.06.2009 · 12:46 Uhr
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