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Zehn Verletzte nach Autobahnunfall in Hessen

Der 40-Tonner liegt nach dem Unfall auf der Autobahn A5.Großansicht
Reiskirchen/Gießen (dpa) - Ein Lastwagenfahrer mit 2,8 Promille Alkohol im Blut hat am Montagabend auf der A5 bei Gießen einen schweren Verkehrsunfall mit mindestens zehn Verletzten verursacht.

Wie die Polizei in Gießen mitteilte, hatte der Fahrer eines litauischen 40-Tonners gegen 22.00 Uhr kurz vor dem Reiskirchener Dreieck versucht, einen Transporter des Deutschen Roten Kreuzes zu überholen. Dabei habe der Lastwagen den Transporter gerammt, wodurch dieser auf die Seite kippte. Auch der Lastzug sei kurz darauf auf die Fahrbahn gekippt. Sowohl die vier Mitfahrer des DRK-Wagens als auch Fahrer und Beifahrer des Lastwagens zogen sich teils schwere Verletzungen zu.

Beim Umkippen habe der Lastwagen zudem seine Ladung aus Holzbrettern verloren. Ein hinter dem litauischen Lastwagen fahrendes Auto konnte nicht mehr ausweichen und fuhr in das heruntergefallene Holz. In der Folge ereigneten sich am Ende des entstandenen Staus noch zwei weitere Auffahrunfälle, bei denen mindestens vier weitere Menschen leicht verletzt wurden.

Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die Fahrbahn in Richtung Süden für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Erst nach 6.00 Uhr am Dienstagmorgen wurde die Sperrung aufgehoben.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren sowohl der 51-jährige Fahrer als auch der 48-jährige Beifahrer des litauischen Lasters alkoholisiert. Da zunächst nicht geklärt werden konnte, wer zur Unfallzeit den Laster fuhr, ordnete die Polizei bei beiden eine Blutprobe an. Im Laufe der Ermittlungen wurde der Ältere als Fahrer festgestellt. Er musste von der Feuerwehr aus dem Lastwagen geschnitten werden.

Wie die Polizei weiter mitteilte, war der Beifahrer bereits vor einigen Tagen in alkoholisiertem Zustand unterwegs gewesen und kontrolliert worden. Er durfte deswegen nicht mehr fahren. Sein Kumpel hatte ihn und das Fahrzeug am Montag lediglich abholen sollen, wobei er mit etwa 2,8 Promille Alkohol im Blut den Unfall verursachte. Insgesamt schätzen die Ermittler den Schaden auf rund 250 000 Euro.

Unfälle
03.11.2009 · 08:28 Uhr
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