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Zehn Topagenten der DDR angeblich bis heute nicht enttarnt

Berlin (dts) - Zehn in der Bundesrepublik eingesetzte Topagenten der früheren DDR-Auslandsspionage sind angeblich bis heute vor einer Enttarnung und Strafverfolgung geschützt worden. Das sagt der frühere Staatsminister und Geheimdienst-Koordinator der Kohl-Regierung, Bernd Schmidbauer (CDU), in einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Magazin "Focus". Die Spione seien nach Erkenntnissen der westlichen Sicherheitsbehörden in der Obhut des "wichtigsten östlichen Geheimdienstes", sagte Schmidbauer und wies damit indirekt auf den russischen Auslandsnachrichtendienst SWR hin. In geheimen Verhandlungen mit den Russen habe man in den 90er-Jahren den diskreten Abzug von Moskauer Militärspionen erreicht. Im Gegenzug habe der russische Geheimdienst bereits platzierte Abhörwanzen in der deutschen Botschaft in Moskau entfernt. Nach der Affäre um den kürzlich enttarnten Ostspion Karl-Heinz Kurras, der 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschoss, setzte sich Schmidbauer für Sonderermittlungen zur Aufklärung bislang unbekannter Verbrechen des DDR-Geheimdienstes ein. Die Experten müssten dafür laut Schmidbauer Zugang zu allen relevanten Stasi-Unterlagen erhalten.
DEU / DDR / Geheimdienst
25.07.2009 · 21:23 Uhr
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