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Zahl der Toten in China auf 702 gestiegen

Erdrutsche in ChinaGroßansicht

Peking (dpa) - Nach den verheerenden Erdrutschen in China hat sich die Zahl der Toten auf 702 verdoppelt. 1042 Menschen werden noch vermisst, teilten die Behörden am Dienstag mit.

Im besonders schwer betroffenen Bezirk Zhouqu zogen Retter mehr als 50 Stunden nach den Erdrutschen einen 52 Jahre alten Mann aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses. Die Behörden forderten die Helfer auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, um verschütteten Menschen das Leben zu retten.

Nach heftigen Regenfällen waren am Sonntag im tibetischen Teil der Provinz Gansu mehrere Erdrutsche niedergegangen. Später stürzten die Wasser- und Schlammmassen eines Flusses zu Tal und brachen über eine Stadt und mehrere Dörfer herein.

Soldaten und Freiwillige waren auch am Dienstag damit beschäftigt, nach Verschüttenen zu suchen und die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Lebensmitteln zu gewährleisten. Truppen versuchten, einen Damm aus Schlamm und Geröll an einem Fluss oberhalb der am schwersten verwüsteten Stadt zu sprengen, um damit eine weitere Flutwelle zu verhindern.

In örtlichen Krankenhäusern werden nach Angaben eines Behördensprechers noch 218 Verletzte behandelt. 41 besonders schwere Fälle wurden in die Provinzhauptstadt Lanzhou gebracht.

Unterdessen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Ministerpräsident Wen Jiabao deutsche Unterstützung bei den Hilfsarbeiten angeboten. «Ihr Land ist in diesem Jahr durch das Erdbeben in Qinghai, die schweren Überschwemmungen in Südchina und jetzt in Gansu besonders hart von Naturkatastrophen getroffen worden», schrieb Merkel am Dienstag in einem Kondolenzschreiben. «Deutschland steht auch dieses Mal wie schon zuvor bereit, die Hilfsmaßnahmen Ihres Landes zu unterstützen», erklärte die Kanzlerin.

Wetter / Unwetter / China
10.08.2010 · 18:15 Uhr
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