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Zahl der Erstwähler so hoch wie noch nie

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Wiesbaden (dpa) - Noch nie zuvor waren so viele Erstwähler zur  Bundestagswahl aufgerufen wie in diesem Jahr. Nach Angaben des Bundeswahlleiters können rund 3,5 Millionen Deutsche erstmals ihre Stimme abgeben.

Vor vier Jahren war die Zahl der erstmals Wahlberechtigten wegen der vorgezogenen Wahl und der dadurch verkürzten Legislaturperiode auf 2,6 Millionen abgesackt. 2002 war mit 3,3 Millionen wahlberechtigten Erstwählern der bis dahin höchste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht worden.

1,7 Millionen Frauen und 1,8 Millionen Männer, die zwischen dem 19. September 1987 und dem 27. September 1991 geboren wurden, haben die Qual der Wahl. Sie stellen rund 5,6 Prozent der 62,2 Millionen wahlberechtigten Bürger.

In der Gruppe der Jung- und Erstwähler lag die Wahlbeteiligung 2005 mit 70 Prozent deutlich unter dem historisch schlechten Bundesdurchschnitt von 77,7 Prozent. Die niedrigste Wahlbeteiligung zeigte die Altersgruppe der 21- bis unter 25-Jährigen mit 66,5 Prozent. Ältere Menschen über 60 Jahren waren hingegen die aktivste Gruppe. Insgesamt zeigte die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren, dass die politische Partizipation mit dem Alter steigt.

Die bevorzugten Parteien der Wähler bis 25 Jahre bei der Bundestagswahl 2005 waren laut repräsentativer Wahlstatistik die SPD (36,9 Prozent) und die Union (26,4 Prozent). Vor allem die kleinen Parteien profitierten von den jungen Urnengängern. 10,9 Prozent wählten die Grünen, 11,1 Prozent die FDP. Damit lagen die beiden Parteien bei den Jungwählern bis zu 2,8 Punkte über dem Bundesdurchschnitt. Für die Linke entschieden sich 7,8 Prozent der 18 bis 25-Jährigen. Das waren zwar 4,1 Punkte mehr als 2002, aber etwas weniger als das damalige Gesamtergebnis.

Insgesamt stimmten die Jungwähler bisher tendenziell eher für die SPD als für die CDU. 1972 wählten 54,7 Prozent von ihnen die Sozialdemokraten, 35,3 Prozent die Union. Bis 1990 verlor die SPD kontinuierlich und konnte nur noch 34,4 Prozent der jungen Deutschen für sich gewinnen. Die CDU schwankte, blieb aber bis zur Wahl 2002 immer bei etwa  35 Prozent. Erst 2005 verlor sie deutlich.

Wahlen / Bundestag / Jugend
27.09.2009 · 10:04 Uhr
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