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WWF: Gesundheitszustand der Erde alarmierend

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Berlin (dpa) - Der Gesundheitszustand der Erde ist alarmierend. Das geht aus dem «Living Planet Report» hervor, den die Umweltstiftung WWF am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. So überstrapazieren derzeit 71 Länder ihre Süßwasserressourcen.

Rund 1,8 Milliarden Menschen haben zwar einen Zugang zum Internet, aber eine Milliarde Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der ökologische Fußabdruck - der Naturverbrauch - des Menschen wächst weiter. Selbst bei moderatem Wachstum der Bevölkerung und deren Konsum benötigt die Menschheit laut Report schon im Jahr 2030 zwei Planeten um den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß aufzunehmen und mit dem Verbrauch natürlicher Rohstoffe Schritt zu halten.

Der diesjährige, achte, Umweltbericht verknüpft aktuelle Bestandszahlen von Tierpopulationen mit dem globalen Verbrauch von Rohstoffen durch die Menschheit. Daraus ziehen die Autoren Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Erde.

Die Populationen der Wirbeltiere sind laut Report weltweit von 1970 bis 2007 im Schnitt um 30 Prozent zurückgegangen. Ein Lichtblick: In den gemäßigten Zonen haben sich die Tierbestände erholt. Das könne daran liegen, dass die Ausgangszahl niedrig war aber auch an der Schadstoffkontrolle, dem Waldschutz und der Ausweisung von Naturschutzgebieten.

James Leap, Generaldirektor des WWF, fordert die Industriestaaten auf, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern und «weniger auf Kosten unserer Erde zu Leben». Der «Living Planet Report» erscheint alle zwei Jahre, dieses Jahr wurde die achte Auflage veröffentlicht.

Umwelt / Naturschutz
13.10.2010 · 12:45 Uhr
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