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Wulff: Religion gibt keine Lizenz zum Töten

Danilo Türk, Präsident von Slowenien (r-l), Bundespräsident Wulff, Andrea Riccardi, und Kardinal Reinhard Marx bei einer Gedenkfeier zum 10. Jahrestag der Anschläge des 11. September in München.Großansicht

München (dpa) - Zum 10. Jahrestag der Anschläge vom 11. September hat Bundespräsident Christian Wulff jedwede Gewalt und ihre Rechtfertigung durch Religion verurteilt.

«Für Judentum, für Christentum und für den Islam gilt: Religion gibt keine Lizenz zum Töten, Religion ist ein Weg, das Leben dankbar anzunehmen, das Leben gottgefällig und menschenwürdig zu gestalten», sagte Wulff am Sonntag zum Auftakt eines internationalen Friedenstreffens in München laut Redemanuskript. Der entscheidende Weg zum Frieden sei, eine Allianz der Kulturen und Weltreligionen zu schmieden. «Wir müssen die Konkurrenz gegenseitigen Misstrauens durch eine Allianz des Vertrauens besiegen.»

Wulff nannte den Anschlag auf die USA vor zehn Jahren einen «Angriff auf uns alle». Es habe sich um einen Angriff auf die gemeinsamen Werte gehandelt. «Wir müssen diese Werte bewahren, verteidigen, schützen - gerade auch im Kampf gegen den Terrorismus.»

Am 11. September 2001 hatten islamistische Terroristen in den USA fast 3000 Menschen mit sich in den Tod gerissen, als sie gekaperte Flugzeuge in die Türme des World Trade Center in New York und in das Pentagon in Washington steuerten.

Das internationale Friedenstreffen in München wird von der Gemeinschaft Sant'Egidio und dem Erzbistum München und Freising vom 11. bis 13. September veranstaltet.

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Bundespräsident
Terrorismus / 11. September / USA
11.09.2011 · 21:57 Uhr
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