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Wulff nennt Gaddafi Psychopathen

Wulff empfängt NapolitanoGroßansicht

Berlin (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff und Italiens Staatschef Giorgio Napolitano haben ein einheitliches und mutiges Auftreten der EU gegen die staatlichen Gewaltexzesse in Libyen verlangt. Wulff verurteilte den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi als Psychopathen.

«Das ist Staatsterrorismus. Das ist offenkundig das Handeln, das als psychopathisch bezeichnet werden kann», sagte Wulff am Donnerstag. Napolitano sagte nach dem Gespräch mit Wulff, es gebe kein italienisches Veto gegen Sanktionen gegen Libyen. Er forderte aber ein Gesamtprogramm der EU zur Unterstützung von wirtschaftlichen und politischen Reformen in den nordafrikanischen Staaten. Dazu gehöre auch die Lösung des Nahost-Konflikts mit Israel.

Napolitano und Wulff sprachen sich für eine engere deutsch-italienische Zusammenarbeit in der EU aus. Beide wandten sich dagegen, dass bei der anstehenden Entscheidung über den künftigen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) das Herkunftsland entscheidend sein soll. Allein die Qualifikation müsse ausschlaggebend sein.

Beste Chancen für diesen Posten werden inzwischen dem italienischen Notenbankchef Mario Draghi eingeräumt. Napolitano lud Wulff zu einem Staatsbesuch nach Italien ein. Er soll im Februar 2012 stattfinden.

International / Deutschland / Italien / Libyen
24.02.2011 · 23:04 Uhr
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