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Wulff: «Man muss selber wissen, was man macht»

Bundespräsident in WittenbergGroßansicht

Wittenberg (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff sieht sich dem Druck seiner Kritiker gewachsen. «Man muss selber wissen, was man macht», sagte Wulff am Samstag in Wittenberg der Nachrichtenagentur dpa. «Das muss man verantworten - das kann ich», ergänzte er auf die Frage, wie er den politischen Druck aushalte.

Er könne sich weiter wunderbar mit den Bürgern unterhalten, erklärte Wulff kurz nach der Aufzeichnung einer ZDF-Weihnachtssendung bei einem Empfang. «Das ist eigentlich das Wichtige, das Wesentliche, dass man die Dinge bewertet (...) und dann auch unterscheidet, wo ist etwas real und wo ist etwas mit sehr viel Staub aufwirbeln verbunden», sagte Wulff. «Das muss man voneinander trennen.»

Wulff hatte trotz der anhaltender Kritik wegen eines Privatkredits am Samstagabend in Wittenberg an der Aufzeichnung eines ZDF-Weihnachtskonzerts teilgenommen. Vor rund 300 geladenen Gästen und Mitwirkenden in der Schlosskirche las Wulff aus der Weihnachtsgeschichte der Bibel vor.

Anschließend trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein und dankte den Mitwirkenden an der Fernsehaufzeichnung. «Es ist so, dass die Lutherstadt Wittenberg großartig mitgemacht hat», sagte Wulff vor den Gästen, ohne auf die Debatte um seinen Privatkredit einzugehen. Nach kurzen Gesprächen stand er für weitere Nachfragen von Journalisten nicht mehr zur Verfügung.

Wulff war mit seiner Frau Bettina zu dem traditionellen Weihnachtskonzert gekommen. Während des Konzerts, das von Carmen Nebel moderiert wurde, saß er mit seiner Frau in der ersten Reihe. Unter anderem traten mehrere Kinderchöre auf. Die Sendung «Alle Jahre wieder - Weihnachten mit dem Bundespräsidenten» soll am 24. Dezember ausgestrahlt werden.

Der Bundespräsident steht wegen des Privatkredits zunehmend unter Druck. SPD und Grüne forderten ihn am Samstag auf, alle Umstände des Kredits lückenlos offenzulegen. Er hatte 2010 als niedersächsischer Ministerpräsident im Landtag den Kredit der Unternehmergattin Edith Geerkens über 500 000 Euro nicht erwähnt, als er nach seinen Geschäftsbeziehungen zu deren Mann Egon gefragt worden war.

Bundespräsident / Medien
18.12.2011 · 08:25 Uhr
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