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Wrackteile der Air-France Maschine geborgen

Paris/Rio de Janeiro (dts) - Die brasilianische Marine hat heute erste Wrackteile der abgestürzten Air-France Maschine geborgen. Die Trümmer sollen nun in Frankreich untersucht werden, um Hinweise auf die Unglücksursache zu geben. Leichen wurden in dem rund 6000 Quadratkilometer großen Suchgebiet bislang nicht gefunden. Normalerweise dauert es zwischen 48 und 70 Stunden, bis Leichen im Wasser an die Oberfläche treiben. Die Absturzstelle vor dem brasilianischen Bundesstaats Pernambuco sei jedoch als Haigebiet bekannt, so der brasilianische Verteidigungsminister, weshalb möglicherweise keiner der Passagiere gefunden werden wird. Das Auffinden von Überlebenden gilt inzwischen als äußerst unwahrscheinlich. Unterdessen häufen sich die Spekulationen über die Vorgänge kurz vor dem Absturz. In US-Medien wurde ein angeblicher Experte anonym zitiert, welcher behauptete, dass der Airbus bereits in der Luft auseinander gebrochen sei. Das brasilianische Verteidigungsministerium hält dies aufgrund des kilometerlangen Ölfilms auf dem Wasser jedoch für zweifelhaft. Die französische Zeitung "Le Monde" berichtete derweil, das Flugzeug sei möglicherweise zu langsam durch das Unwetter geflogen. Da der Flugschreiber des Airbus A330 bisher noch nicht gefunden wurden, kann jedoch keine der Spekulationen endgültig bestätigt werden. Die Chancen, die Blackbox in 3.000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund zu finden, werden als sehr gering eingeschätzt. Unter den 228 Flugpassagieren sind nach jüngsten Berichten auch 28 Deutsche gewesen. Die Air-France Maschine war in der Nacht zum Montag auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris von den Radarschirmen verschwunden und ist aus ungeklärter Ursache in den Atlantik gestürzt.
Brasilien / Frankreich / Flugverkehr / Unglück
04.06.2009 · 22:41 Uhr
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