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Wowereit fordert Neuausrichtung der SPD

Klaus WowereitGroßansicht
Berlin (dpa) - Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) fordert nach dem Wahldebakel der Sozialdemokraten eine Neuausrichtung seiner Partei.

«Wir brauchen eine Aufstellung mit neuen Kräften. Auf dem Dresdner Parteitag im November müssen neue Akzente gesetzt werden», sagte Wowereit am Montag im Deutschlandradio Kultur. Wowereit, der in Berlin ein rot-rotes Bündnis anführt, forderte: «Wir müssen uns inhaltlich aufstellen - da müssen Tabus weg.»

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil stärkte nach dem schlechtesten SPD-Bundestagswahlergebnis der Nachkriegszeit dem unterlegenen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier den Rücken. «Frank-Walter Steinmeier wird Oppositionsführer. Er hat großen Rückhalt in der gesamten Partei», sagte Heil am Montag im ARD-«Morgenmagazin». Heil sagte, das Resultat von 23 Prozent sei trotz aller Prognosen für ihn überraschend gekommen. «Jeder, der ein sozialdemokratisches Herz hat, ist getroffen. Wir haben mit vielem gerechnet, aber nicht mit diesem Wahlergebnis. Das müssen wir jetzt in Ruhe miteinander bereden.»

Zuvor hatte SPD-Parteichef Franz Müntefering seine Zukunft offen gelassen. «Ich stelle mich der Aufgabe. Es gehört nicht zu meinen Eigenarten, wegzulaufen, wenn es schwierig ist», sagte er im Deutschlandfunk. Er verstehe, dass es dringenden Gesprächsbedarf gebe. «Es wird zu sprechen sein über Inhalte und Personen. Dann werden wir zum Parteitag im November eine Konstellation haben, die die Partei nach vorn bringt», sagte Müntefering. Er räumte ein, dass der Wahlausgang für die Sozialdemokraten eine «historische Dimension» habe. Am Montag beraten die Gremien der SPD über das Wahl-Fiasko.

Wahlen / Bundestag / SPD
28.09.2009 · 08:48 Uhr
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