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Wortlaut: Röttgens Bewerbung

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Düsseldorf (dpa) - In seinem Brief an die Parteifunktionäre zur Bewerbung für den CDU-Landesvorsitz in Nordrhein-Westfalen schrieb Bundesumweltminister Norbert Röttgen unter anderem:

«Ich bitte um Verständnis, dass ich mich erst jetzt, gegen Ende der Ferien, äußere - aber ich habe eine Erörterung von Personalfragen der Landespartei mitten in der Sommerpause für nicht hilfreich gehalten. Ich wollte darum auch keinen Beitrag zum Sommertheater leisten. (...)

Ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, dass ich mich um das Amt des Vorsitzenden unserer Landespartei bewerbe. Damit ist auch die Chance eröffnet, eine Mitgliederbefragung über den neuen Landesvorsitzenden durchzuführen. Hierin sehe ich eine gute Grundlage für einen glaubwürdigen Start nach der bitteren Niederlage bei der Landtagswahl. Ich finde, die Mitglieder sollten entscheiden, anstatt dass einige wenige Personen Posten unter sich aufteilen. (...)

Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere Partei nach dem Verlust der Landesregierung zügig wieder zu Stärke und Attraktivität führen können. Und dies nicht nur, weil wir eine schwache, leicht angreifbare Landesregierung aus SPD und Grünen haben, die sich vom Wohlwollen der PDS abhängig gemacht hat. (...)

Wir brauchen jeden und alle - die Landtagsabgeordneten, die Bundestagsabgeordneten, die Europaabgeordneten, die kommunalen Verantwortungsträger und die vielen Ehrenamtlichen in unserer Partei. Für ein solches Miteinander werde ich mich kompromisslos einsetzen. Darum gibt es nach meiner Meinung auch weder eine «Landeslösung» noch eine «Bundeslösung», sondern nur eine NRW-Lösung für den Landesvorsitz. (...) Dass ich als Landesvorsitzender an der Stelle kandidiere und arbeiten würde, an der die Partei mich haben will, ist für mich so selbstverständlich wie die Bereitschaft, die CDU als Spitzenkandidat in die nächste Landtagswahl zu führen. (...)

Wir sind eine politische Gemeinschaft, die von Werten, Grundsätzen und grundlegenden Überzeugungen gebildet wird und dadurch eine geistige Identität als Fundament konkreten politischen Handelns erhält. Nur so vermag Politik zu überzeugen und zu begeistern. Mit diesem Selbstverständnis verträgt es sich nicht, die unterschiedlichen politischen Verantwortungsebenen gegeneinander auszuspielen. (...)»

Parteien / CDU / Nordrhein-Westfalen
17.08.2010 · 21:44 Uhr
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