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Wortlaut: Löws Aussagen bei der Pressekonferenz

Löw bleibt Fußball-BundestrainerGroßansicht

Frankfurt/Main (dpa) - Joachim Löw bleibt für weitere zwei Jahre Bundestrainer. Bei der Pressekonferenz in der Zentrale des DFB äußerte sich der 50-Jährige über die Beweggründe, über den Kapitänsstreit zwischen Philipp Lahm und Michael Ballack und über die Kritik am Länderspiel in Dänemark.

Die Nachrichtenagentur dpa hat die wichtigsten Aussagen Löws aufgezeichnet:

Über seine Vertragsverlängerung: «Ich möchte mich bedanken für diese sehr unkomplizierten Gespräche. Wir haben über das Wochenende eine sehr schnelle Entscheidung herbeigeführt. Wir, das Trainerteam, freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DFB und der Mannschaft. Ich denke, wir haben sehr viel Spaß gehabt bei dieser WM mit dieser jungen Mannschaft und freuen uns auf die kommenden Aufgaben.»

Über die Entscheidungsfindung: «Unmittelbar nach der Rückkehr aus Südafrika war ich erstmal zwei, drei Tage krank und zu Hause. Wir hatten mit unserem Trainerteam schon auf der Rückreise vereinbart, dass wir uns am Freitagnachmittag treffen werden. Zunächst haben wir über die WM gesprochen. Aber ich habe auch gespürt, dass alle eine große Bereitschaft haben für die nächsten zwei Jahre. Bei allen ist die Motivation extrem hoch, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Wir wollten, dass es eine schnelle Entscheidung gibt und dass Klarheit entsteht.»

Über die Zukunft der Nationalmannschaft: «Es gab schon im Vorfeld der WM sehr viele Ideen, die wir jetzt konzeptionell einfließen lassen werden. Insgesamt weiß man, dass wir eine sehr gute Basis haben, sehr viele junge Spieler, die noch entwicklungsfähig sind.»

Über die Vertragsdauer: «Bisher war es immer so, dass wir Verträge über zwei Jahre abgeschlossen haben. Was ich für absolut sinnvoll erachte. Wir haben jetzt eine schwierige Qualifikation für die EM in Polen und der Ukraine vor uns. Dann haben das EM-Turnier 2012 und dann wird man weitersehen. Das muss von Turnier zu Turnier entschieden werden.»

Über die neuen Arbeitsbedingungen: «Wir haben bisher immer schon alle unsere Möglichkeiten bekommen. Wir haben in unserer Arbeit im sportlichen Bereich enorm viele Freiheiten und Möglichkeiten. Es gab vor allem Dinge zu klären, die unser Team betreffen. Die Arbeitsbedingungen hier beim DFB sind absolut optimal.»

Über die Reaktion der Nationalspieler: «Ich habe die Mannschaft per SMS informiert, weil alle im Urlaub an verschiedenen Orten dieser Welt sind. Es gab einige Rückmeldungen, auch Glückwünsche. Bislang haben Mertesacker, Schweinsteiger und Klose geantwortet.»

Über das umstrittene Länderspiel in Dänemark am 11. August: «Das ist nicht nur Angelegenheit des DFB, sondern auch der FIFA und des internationalen Kalenders. Deshalb hatten alle Verein und Verbände Kenntnis davon, dass das Spiel am 11. August stattfindet. Ich sehe auch eine grundsätzliche Problematik in diesem sehr dichten Terminkalender. Ich muss vor der Nominierung mit allen Trainern sprechen, in welchem Zustand sich die Spieler befinden.»

Über Michael Ballacks Zukunft: «Ich hatte letzte Woche mal Kontakt mit Michael und ihn gefragt, wie sein Zustand ist. Michael Ballack war für die deutsche Nationalmannschaft bislang ein sehr, sehr wichtiger Spieler und hat das in vielen Spielen bewiesen. Wichtig für mich ist zu sehen, wie er in den nächsten Wochen den Rhythmus aufnimmt.»

Über den Kapitänsstreit: «Wir werden unmittelbar vor dem Länderspiel darüber sprechen. Letztendlich ist es eine Entscheidung des Trainers. Dass Philipp Lahm seine Wünsche äußert, ist völlig legitim. Ich habe mir noch keine endgültigen Gedanken gemacht. Wichtig wird sein, mit den Spielern persönlich Gespräche zu führen. Das wird nicht heute oder morgen sein, sondern unmittelbar vor dem Dänemark-Spiel.»

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Fußball / DFB / Löw / Deutschland
20.07.2010 · 21:41 Uhr
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