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Wortbruch - die G8-Staaten und ihre Versprechen

Toronto (dpa) - Die sieben führenden Industrienationen und Russland (G8) haben schon häufig ihre Versprechen gegenüber armen Ländern gebrochen, was ihre Glaubwürdigkeit zunehmend untergräbt:

- 2005 sagten sie zusätzliche Hilfen an Entwicklungsländer in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre zu. Heute räumen die G8 selbst ein, dass zehn Milliarden ausstehen. Hilfsorganisationen und die Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) kommen sogar auf einen Fehlbetrag von 18 bis 20 Milliarden US-Dollar.

- Von den Gelder sollten allein 25 Milliarden Dollar nach Afrika fließen. Davon sind 13 Milliarden nicht angekommen, sagen Helfer.

- 2009 sicherten die G8 rund 22 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Hilfen für die Landwirtschaft zu, um die globale Ernährungskrise zu bewältigen. Die Hilfsorganisation Oxfam beklagt, dass bis heute nur sechs Milliarden an wirklich neuen Geldern zugesagt sind.

- Die G8-Staaten wollten ihre Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukt anheben. Bis auf Großbritannien, die heute bei 0,52 liegen, sind die anderen noch weit davon entfernt. Deutschland kommt auf 0,4 Prozent, die USA auf 0,19 Prozent.

G8 / G20 / Gipfel
26.06.2010 · 22:06 Uhr
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