News
 

Wohnhaus in Lüttich eingestürzt - Verletzte

Im belgischen Lüttich ist ein fünfstöckiges Wohnhaus eingestürzt.Großansicht
Brüssel (dpa) - Nach dem Einsturz eines Wohnhauses im ostbelgischen Lüttich sind Zahl und Schicksal der Verschütteten weiter unklar. Das fünfstöckige Gebäude war in der Nacht zum Mittwoch vermutlich wegen einer Gasexplosion eingestürzt.

Etwa 20 Menschen seien verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Die Fassade des Gebäudes sei zusammengebrochen, als die Rettungskräfte gerade versucht hätten, zwei Verschüttete zu bergen.

Feuerwehr, Polizei sowie der Bürgermeister von Lüttich, Willy Demeyer, waren am Ort. Nach Angaben von Demeyer sind etwa zwölf Bewohner in dem Gebäude angemeldet. «Die Lage ist sehr schlimm», zitierte die Internetseite der Zeitung «Le Soir» den Leiter der Rettungskräfte, Christophe Greatti. Im Inneren des Gebäudes seien Rufe gehört worden. «Wahrscheinlich haben wir nicht jeden herausholen können.» Polizei-Einsatzleiter Christian Beaupère bekräftigte, dass noch keine gesicherten Aussagen über etwaige Verschüttete möglich seien.

Die Explosion ereignete sich gegen 1.45 Uhr im Zentrum der wallonischen Stadt Lüttich. Mehrere umliegende Gebäude wurden beschädigt. Die unmittelbaren Nachbargebäude mussten abgestützt werden. Die Druckwellen waren in einem Umkreis von mehreren hundert Metern zu spüren. Die Fensterscheiben zahlreicher Autos und Gebäude zerbarsten, darunter die des Rathauses und des Justizpalastes. Die Umgebung der Unglücksstelle war mit einer Staubschicht bedeckt. Das Zentrum Lüttichs wurde abgeriegelt.

Etwa 50 Menschen mussten am Mittwochmorgen ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden in einer alten Kirche untergebracht. Ein Krisenzentrum wurde eingerichtet.

Notfälle / Belgien
27.01.2010 · 11:21 Uhr
[1 Kommentar]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen