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WM-Schlussakt mit bunter Show und Prominenz

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Frankfurt/Main (dpa) - Mit einer farbenfrohen Schlussfeier hat sich Deutschland von der Frauenfußball-WM verabschiedet. Insgesamt 1200 Freiwillige zeigten den 48 817 Zuschauern im WM-Stadion von Frankfurt/Main eine bunte, gut zehnminütige Show.

Wie erwartet hatte sich reichlich Prominenz auf der Ehrentribüne versammelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel feierte ihren 57. Geburtstag beim Endspiel, auch Altkanzler Helmut Kohl war zum zweiten Mal bei der WM live im Stadion dabei.

Bundespräsident Christian Wulff schüttelte vor der Partie UEFA-Chef Michel Platini herzlich die Hand. Chelsea Clinton, die Tochter des früheren US-Präsidenten Bill Clinton, gab sich dagegen bei ihrer Ankunft mit der US-Delegation auf dem Stadiongelände eher wortkarg.

Neben Fußball-Weltverbandschef Joseph Blatter und DFB-Präsident Theo Zwanziger verfolgten auch Bundestrainerin Silvia Neid und viele deutsche Nationalspielerinnen das Endspiel im Stadion. Torfrau Nadine Angerer, Mittelfeldspielerin Fatmire Bajramai und die Jungstars Kim Kulig und Alexandra Popp ließen sich trotz des schmerzhaften Ausscheidens im Viertelfinale den Schlussakt nicht entgehen.

Hansi Flick, Assistent von Männer-Bundestrainer Joachim Löw, freute sich vor dem Anpfiff «auf die zwei besten Mannschaften des Turniers, die verdient im Finale stehen». Er lobte die «physisch starken Amerikanerinnen und den technischen Fußball der Japanerinnen». Auch Bahn-Konzernchef Rüdiger Grube schwärmte: «Frauenfußball ist echt klasse - das hat man bei dieser WM wieder gesehen. Frauen haben einfach Power.»

Software-Milliardär Dietmar war ebenso live dabei wie ARD-Moderator Kai Pflaume. «Das ist eine super Atmosphäre hier», meinte Pflaume. Dem WM-OK zufolge hatten auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke und die WM-Botschafterinnen Maria Furtwängler, Franziska van Almsick und Ulrike Folkerts einen Platz auf der Tribüne gebucht. WM-Organisationschefin Steffi Jones konnte sich schon lange vor Spielbeginn vor Autogrammwünschen kaum retten.

Vor dem Anpfiff sang US-Popsternchen Alexis Jordan ihren Hit «Happiness» vor einer Kulisse, die die Frankfurter Skyline symbolisieren sollte. Danach entstand ein mit sieben Metern Durchmesser riesiger, 3,60 Meter hoher spiegelnder Fußball auf dem Spielfeld. In ihm sollten sich den Choreographen zufolge die Fans, das Stadion, die am Turnier beteiligten Nationen, der Rasen, der Himmel und die Tänzer unter dem WM-Slogans «20ELF von seiner schönsten Seite» zu einem Gesamtbild verbinden.

Aus dem Spiegelball trat die zweifache Weltmeisterin und WM-Botschafterin Renate Lingor hervor und übergab den WM-Pokal an Steffi Jones. Die OK-Präsidentin platzierte den Pokal abschließend direkt vor dem Spielertunnel, durch den die beiden Endspielteams kurz darauf protokollgemäß den Rasen betraten.

Auf der Frankfurter Fanmeile, der größten in Deutschland, fieberten beim Finale noch einmal rund 3000 Besucher beim gemeinsamen WM-Gucken auf den drei schwimmenden Leinwänden mit. Am Ende der drei Wochen Public Viewing in den Frankfurter «Fußballgärten» zogen die Organisatoren eine positive Bilanz. «Mit dem Verlauf sind wir sehr zufrieden. Das Wetter hat eigentlich immer darüber entschieden, wie die Resonanz ist», sagte Veranstaltungsleiter Kurt Stroscher. Die Zahl von einer Million Besucher, mit der die Stadt geliebäugelt hatte, sei allerdings deutlich verfehlt worden.

Fußball / WM / Frauen / Abschluss
17.07.2011 · 23:15 Uhr
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