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WM-Angie, Wackeldackel und Machos: Das ABC zur WM

Gruppenbild mit WM-Maskottchen Karla Kick: Steffi Jones, Chefin des Organisationskomitees, und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.Großansicht

A wie Aus: Ist die DFB-Karriere von Rekordnationalspielerin Birgit Prinz. Nach 214 Länderspielen und 128 Toren endete sie auf der Ersatzbank. Aber die «Kapitänin» gab eine starke Pressekonferenz.

B wie Lira Bajramaj: War das Werbe-Model der WM, aber spielerisch weit entfernt vom Star. Das 23 Jahre alte Nike-Gesicht durfte nur ein Spiel komplett ran. Schmückte sonst vor allem die Ersatzbank.

C wie cooles Kurzhaar: Damit überraschte US-Star Abby Wambach zu WM-Beginn. Ex-Torhüterin und ZDF-Expertin Silke Rottenberg sprach vom «Linda-Bresonik-Style». Machte es die Stürmerin noch dynamischer?

D wie Damen-Trikot: Das deutsche Jersey wurde vom Hersteller Adidas erstmals nicht schnöde den Männern nachempfunden. Mit speziell femininem Schnitt und dazu passendem schwarz-rot-goldenen Haarband.

E wie 11 Freundinnen: Titel des Frauen-WM-Films, der am 11. November in die Kinos kommen soll. Regie führt Sung-Hyung Cho, bekannt für ihren Film «Full Metal Village» über das Metal-Festival in Wacken.

F wie historische Fehlentscheidung: Ungarns Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal übersah ein glasklares Handspiel von Äquatorialquineas Bruna. Die fing den Ball im Strafraum und hielt ihn sekundenlang fest.

G wie Gäste auf der Ehrentribüne: Angela Merkel gab ein Comeback als «WM-Angie» beim Eröffnungsspiel und kam in Wolfsburg ins Teamhotel. Altkanzler Helmut Kohl fieberte in der Frankfurter WM-Arena mit.

H wie Kim Kyong Hwa oder Jon Myong Hwa: Unter diesen Namen druckte Panini zweimal ein und dieselbe Nordkoreanerin ab. Ansonsten war das erste Album zu einer Frauen-WM überhaupt ein voller Erfolg.

I wie Intoleranz: Nigerias Trainerin Ngozi Eucharia Uche sorgte mit lesbenfeindlichen Interview-Aussagen für Schlagzeilen. Bekam einen Rüffel von der FIFA und fühlte sich plötzlich völlig missverstanden.

J wie Jubel: Megan Rapinoe grölte nach einem Tor ins Stadionmikrofon Springsteens «Born in the USA», Schweden führte Rasen-Tänze auf und Brasiliens Cristiane begeisterte mit Radwende und Rückwärtssalto.

K wie Karla Kick: Die dauergutgelaunte Katze war das WM-Maskottchen. Steffi Jones und die jungen Fans liebten sie. Es kam aber raus, dass in dem Kostüm ausgerechnet zur Frauen-WM ein junger Mann steckt!

L wie langweilig: Leider fehlte der WM-Ohrwurm. Der offizielle FIFA-WM-Song «Happiness» von Alexis Jordan taugte dazu genauso wenig wie Mel C.'s «Rock Me» oder Frida Golds «Wovon sollen wir träumen».

M wie Machos: Mario Basler oder Heiner Lauterbach sind prominent zu nennen. Basler schrieb in «Bild»: «Wenn Mädels auf dem Rasen rumtoben wollen, sollen sie ein Netz aufstellen und Tennis spielen.»

N wie Neid: Die Bundestrainerin, deren Vertrag vorher noch bis 2016 verlängert wurde, bekam nach der verpatzten Heim-WM harsche Kritik ab. «Offenbarungsneid» titelten die «Badischen Neuesten Nachrichten». Ihre Bedenkzeit über die Zukunft währte nur kurz: Sie macht weiter.

O wie Olympia-Aus: Der deutsche Viertelfinal-K.o. war doppelt hart. Damit wurde auch das Ticket für London 2012 verpasst - mit Schweden und Frankreich waren zwei Europa-Teams bei der WM besser.

P wie Premiere für Claudia Neumann: Die ZDF-Sportreporterin war beim Gruppenspiel zwischen Schweden und Kolumbien die erste Frau überhaupt im deutschen Fernsehen, die ein WM-Fußballspiel kommentiert hat.

Q wie Quote: Die DFB-Elf stürmte bis zu ihrem frühen Ausscheiden von Rekordquote zu Rekordquote. Das 0:1 gegen Japan mit 16,95 Millionen Zuschauern war das meistgesehene Frauenfußball-Spiel hierzulande.

R wie Rummel: Beim Public-Viewing in Frankfurt war die Hölle los. Auf Deutschlands größte Fanmeile am Mainufer strömten zum deutschen Viertelfinale sogar 17 000 Menschen. Die Stadt Berlin machte nichts.

S wie Steffi Jones: War als OK-Chefin das Gesicht der WM - reiste im Gegensatz zu Franz Beckenbauer im Turnierverlauf aber nur einmal per Helikopter. Wird Direktorin der neuen DFB-Frauenfußball-Abteilung.

T wie Twitter: Nadine Angerer entdeckte bei der WM das Twittern. Sie twitterte über Kämpfe von Zimmerpartnerin Bresonik mit einer Motte - und rief einen «Battle» um die meisten Follower mit dem DFB aus.

U wie Ungemach: Insgesamt fünf Spielerinnen Nordkoreas wurden positiv getestet. Für FIFA-Boss Blatter ein «Schock», dabei soll es doch nur ein bisschen Salbe vom Moschushirschen gewesen sein.

V wie Villeroy & Boch: Die Porzellan-Firma nervte die Häme über das Blümchen-Service, die DFB-Prämie für die 89er Europameisterinnen. Für Positiv-PR schenkte sie nun die moderne Kollektion «New Wave».

W wie Wackeldackel: Der deutsche Tross hatte als Maskottchen einen schwarz-rot-goldenen Wackeldackel. Theo-Michael - benannt nach Theo Zwanziger und Torwart-Coach Michael Fuchs - saß im Bus auf der Armatur.

X wie römisch 10: Martas Rückennummer. Die fünffache Weltfußballerin traf zwar viermal und stellte den Prinz-Rekord von 14 WM-Toren ein. Aber: Viertelfinal-K.o. und Pfiffe für unsympathische Auftritte.

Y wie Youngster Alexandra Popp: Die Jüngste im deutschen Team war beim U-20-WM-Sieg 2010 noch beste Spielerin und beste Torschützin des Turniers. Diesmal blieb die Einwechselspielerin ohne Tor.

Z wie europäischer Zuschauerrekord: Zum Eröffnungsspiel kamen 73 680 Besucher ins ausverkaufte Berliner Olympiastadion. Der Weltrekord: Das WM-Finale '99 zwischen Gastgeber USA und China vor 90 185 Fans.

Fußball / WM / Frauen
17.07.2011 · 23:15 Uhr
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