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Wissenschaftler: In der Pubertät sterben Milliarden Gehirnzellen ab

Frankfurt/Main (dts) - Milliarden menschliche Gehirnzellen sterben in der Pubertät aufgrund der hormonellen Umstellung ab. "Nur was gebraucht wird, verfestigt sich", sagte der Neurowissenschaftler Peter Uhlhaas vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die höchste Anzahl an Synapsen besitzt der Mensch in der späten Kindheit.

In der Hochphase der Pubertät, zwischen 15 und 17 Jahren, verläuft die Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnarealen sehr chaotisch. Am Ende des Reifeprozesses hat sich die Anzahl der Gehirnzellen zwar verringert, aber den jungen Erwachsenen gelingt es besser, zu planen und die Konsequenzen ihres Tuns abzuwägen. Die kognitiven Leistungen erhöhen sich, so Uhlhaas, weil die Axone, die Kabel zwischen den Nervenzellen, dicker mit einer isolierenden Fettschicht ummantelt werden. Die Datenverbindungen werden schneller, ähnlich wie bei der Umstellung von Kupfer- auf Glasfaserkabel. Bis das Gehirn von einem Jugendlichen so funktioniert wie bei einem Erwachsenen, vergehen mehrere Jahre. Für eine Studie hatte Uhlhaas Teenager ins Max-Planck-Institut eingeladen und sie mit einem Magnetenzephalografen (MEG) beobachtet. Dabei mussten die Probanden verschiedene Aufgaben lösen und Gesichter erkennen.
DEU / Wissenschaft / Gesellschaft
25.03.2012 · 08:27 Uhr
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