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Winnenden: 1.500 Menschen gedenken der Opfer des Amoklaufs

Winnenden (dts) - Im baden-württembergischen Winnenden haben heute rund 1.500 Menschen bei einer Trauerfeier den Opfern des Amoklaufs in der Albertville-Realschule gedacht. Am 11. März 2009 hatte der 17-jährige Tim K. neun Schüler und drei Lehrerinnen der Albertville-Realschule erschossen. Auch Bundespräsident Horst Köhler nahm an der Gedenkveranstaltung teil und rief die Gemeinschaft zu mehr Achtsamkeit und Empathie auf. "Wir können darauf achten, dass niemand abseits bleibt", sagte der 67-jährige Bundespräsident und bat die Gemeinschaft um einen achtsamen Umgang miteinander. Weiterhin forderte Köhler einen "medienübergreifenden Presskodex im Geist der Prävention", um nicht den Täter in den Mittelpunkt der Berichterstattung zu stellen. Er las die Namen aller 15 Opfer vor und fügte hinzu, dass auch die Familie des Täters ein Kind verloren habe. Die Mutter eines Opfers spielte ein selbst komponiertes Lied, um den Verlust ihres Kindes zum Ausdruck zu bringen. Schüler stellten ein Herz in den Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung und legten Steinplatten mit den Namen der Opfer nieder, daneben jeweils eine Rose. Die Rektorin Astrid Hahn interpretierte die Geste als ein Symbol für den steinigen Weg für die Betroffenen, aus denen in Zukunft Blüten erwachsen könnten. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sagte dem Sender "n-tv", dass die Schulen bereits sicherer geworden wären und wies darauf hin, dass neue Alarmpläne bereits ausgearbeitet worden seien. Grünen-Politiker Jery Montag sagte indes im Saarländischen Rundfunk: "Immer noch werden todbringende Waffen in Privathaushalten gelagert, und wir Grünen fordern, dass damit endlich Schluss ist."
DEU / Gesellschaft / Unglücke
11.03.2010 · 22:27 Uhr
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