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Wien: Häftling nach Hungerstreik gestorben

Wien (dts) - Ein Häftling ist heute morgen nach einem Hungerstreik in einem Wiener Gefängnis verstorben. Wie die österreichische "Kleine Zeitung" berichtet, befand sich der 20-jährige Inder seit dem 4. August in Abschiebungshaft und war dann in einen Hungerstreik getreten. Nach ersten Untersuchungen soll jedoch kein direkter Zusammenhang zwischen dem Hungerstreik und den Tod des Mannes bestehen, so ein Sprecher der lokalen Polizei. Noch am Sonntag attestierte ein Amtsarzt die Haftfähigkeit des 20-Jährigen, wenige Stunden später soll der Inder nach Aussagen von Mithäftlingen in seiner Zelle zusammengebrochen sein. Österreichs Innenministerin Maria Fekter bedauerte den Tod des Häftlings. Eine Zwangsernährung sei nicht angeordnet worden sein, da dies in Österreich verboten ist. Laut Fekter würde derzeit ein Drittel der Abschiebungshäftlinge die Nahrungsaufnahme verweigern, da sie wüssten, dass sie nach einem gewissen Gewichtsverlust entlassen werden.
Österreich / Haft / Hungerstreik
14.09.2009 · 14:01 Uhr
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