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Wieder Terror in Griechenland

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Athen (dpa) - Die Serie von Bombenanschlägen in Griechenland reißt nicht ab. Eine starke Explosion erschütterte am frühen Mittwochmorgen die Hauptstadt Athen und richtete schwere Schäden vor und am Gebäude der Börse an. Eine Frau wurde durch Glassplitter leicht verletzt.

Fast zeitgleich detonierte in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki ein Sprengsatz vor einem Ministerium. Die Schäden dort waren nach Medienberichten gering. «Wir verurteilen die Anschläge aufs Schärfste», erklärte der griechische Regierungssprecher Evangelos Antonaros im Fernsehen.

Kurz vor der Explosion in der griechischen Hauptstadt hatte ein Unbekannter bei einer Zeitung angerufen und vor der Detonation gewarnt. Die Bombe war nach ersten Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in einem Minibus versteckt, der vor der Börse geparkt war. Der Sprengsatz in Thessaloniki war im Kasten einer Telefongesellschaft in der Nähe des Ministeriums für die griechischen Provinzen Mazedonien-Thrazien angebracht, berichteten Reporter.

Die Polizei vermutet, dass die linken Gruppen «Volksaktion» oder «Revolutionärer Kampf» und «Revolutionäre-Sekte» hinter diesen Anschlägen stecken könnten. Diese hatten vor wenigen Monaten den Aufbau einer «Stadt-Guerilla» angekündigt. Die Serie von Anschlägen hatte nach dem Tod eines 15-Jährigen im Dezember 2008 begonnen, der durch die Kugel aus einer Polizeiwaffe getötet worden war. Es folgten wochenlange gewaltsame Demonstrationen.

Im Januar war ein Polizist bei einem Angriff von schwer bewaffneten Extremisten lebensgefährlich verletzt, im Juni ein Beamter getötet worden. Zudem wurden mehrere Bombenanschläge auf Polizeistationen, einen Polizeibus und Banken sowie staatliche Einrichtungen verübt.

Polizei / Kriminalität / Griechenland
02.09.2009 · 15:45 Uhr
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