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Wieder deutscher Frachter gekapert

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Nairobi/London (dpa) - Kaum ist das gekaperte Handelsschiff eines deutschen Eigners nach Monaten wieder frei, da haben Seeräuber jetzt wieder den nächsten deutschen Frachter unter ihre Kontrolle gebracht. Deutsche Seeleute sind aber nicht an Bord.

Wie das EU-Anti-Piratenprogramm EU NAVFOR am Dienstag mitteilte, ging die «EMS River» mit acht Seeleuten an Bord am Vortag den Piraten auf der Fahrt von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Griechenland in die Fänge. Der Vorfall ereignete sich 175 Seemeilen vor der omanischen Hafenstadt Salalah. Die Piraten hätten ein anderes gekapertes Schiff, die MS Motivator, als Mutterschiff für ihre Attacke benutzt.

Nach mehr als einem halben Jahr gaben somalische Piraten unterdessen einen deutschen Chemietanker wieder frei. Die «Marida Marguerite» mit 22 Mann Besatzung sei auf dem Weg in sichere Gewässer, sagte Andrew Mwangura vom Ostafrikanischen Seefahrerhilfsprogramm am Dienstag weiter. Die Piraten haben nach eigenen Angaben ein Lösegeld in Höhe von 5,5 Millionen Dollar erhalten. Das Geld sei per Fallschirm abgeworfen worden.

Der Chemietanker war im Mai rund 120 Seemeilen vor Salalah - nur rund 50 Seemeilen von dem neuen Überfall entfernt - von Seeräubern gekapert und nach Somalia verschleppt worden. Das Schiff eines deutschen Eigners fährt unter der Flagge der Marschall-Inseln. Die Besatzung kommt aus Indien, Bangladesch und der Ukraine.

Das am 27. Dezember gekaperte Schiff ist ein 5200 Bruttoregistertonnen schweres Tankschiff, dass Kraftstoff geladen hat. Es fährt unter der Flagge von Antigua und Barbuda. Die Crew besteht aus einem Rumänen und sieben Philippinos. Nach Angaben der EU NAVFOR befinden sich derzeit noch 25 Schiffe mit 587 Geiseln in der Hand somalischer Piraten.

Schifffahrt / Piraten / Somalia
28.12.2010 · 16:30 Uhr
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