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Wiedeking bei Porsche zurückgetreten

Stuttgart (dts) - Wendelin Wiedeking ist heute als Vorstandschef des Sportwagenherstellers Porsche zurückgetreten. Neben Wiedeking verlässt auch der Finanzvorstand Holger Härter den Sportwagenbauer. Die Entscheidung war nach einer außerordentlichen nächtlichen Sitzung des Porsche-Aufsichtsrats gefallen. Nachfolger von Wiedeking soll der bisherige Produktionsvorstand Michael Macht werden. Nach dem Rücktritt Wiedekings übernimmt nun der Wolfsburger Autobauer Volkswagen den hochverschuldeten Porsche-Konzern in mehreren Schritten. In der Nacht hatte der Aufsichtsrat bereits eine Kapitalerhöhung von mindestens fünf Milliarden Euro und den Einstieg des Emirats Katar beschlossen. So will VW einen Teil der Schulden des Konzerns tilgen. Bis 2011 soll Porsche dann vollständig als zehnte Marke eingegliedert werden. Wiedeking erhält eine Abfindung von 50 Millionen Euro, wovon die Hälfte an eine soziale Stiftung gehen soll. Die Abfindung für den Ex-Porsche-Chef stößt in der Politik und bei Aktionärsschützern derweil auf Kritik. "Das ist das falsche Signal in der heutigen Zeit", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt, dem Tagesspiegel (Freitagausgabe). Die 50 Millionen Euro seien "den Aktionären schwer vermittelbar", sagte Marco Cabras, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, der Zeitung. Es sei Wiedeking aber hoch anzurechnen, dass er über die Hälfte des Geldes spendet. Linkspartei-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch bezeichnete dagegen auch die verbleibenden 25 Millionen Euro als "absurd hoch", sie stehe in keiner Relation zu irgendeiner geleisteten Arbeit.
DEU / Automobilindustrie
23.07.2009 · 22:36 Uhr
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