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WHO bestätigt seltenen EHEC-Stamm

Genf (dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Freitag die Seltenheit des für die gefährlichen Darminfektionen in Deutschland und Europa verantwortlichen EHEC-Erregers bestätigt.

«Er ist bekannt, jedoch noch nie bei einem Ausbruch aufgetreten», sagte eine Sprecherin am Freitag in Genf. Dies sei vom Referenz- und Forschungszentrum der WHO für Escherichia und Klebsiella, dem Staatlichen Serum-Institut in Dänemark, bestätigt worden.

Die molekularen oder genetischen Eigenschaften dieses Erregers könnten den zuständigen Behörden wesentlich bei der Identifizierung von Fällen in anderen Ländern helfen, erklärte die WHO am Freitag weiter. Dies gelte auch für die Bestimmung der Quelle des Ausbruchs. Die WHO empfiehlt «normale Hygienemaßnahmen» einzuhalten, wie Händewaschen nach dem Toilettenbesuch und vor dem Kontakt mit Lebensmitteln. «Wer blutigen Durchfall und starke Bauchschmerzen bekommt und sich in jüngster Zeit in Norddeutschland aufgehalten hat, sollte dringend ärztlichen Rat suchen», erklärte die UN-Organisation weiter. Handelsbeschränkungen, etwa für Obst und Gemüse, würden nicht empfohlen.

Nach Erkenntnissen, die die WHO bis Freitag gesammelt hat, ist der Erreger bisher in zwölf Ländern aufgetreten. In Deutschland seien es 470 Fälle der schweren Komplikation hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) und 1064 Fälle der EHEC-Infektionen. Insgesamt seien 502 HUS-Fälle und 1122 EHEC-Infektionen gemeldet worden. Infektionen gebe es außer in Deutschland auch in Österreich, Tschechien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien und den USA.

Gesundheit / Infektionen / WHO
03.06.2011 · 11:53 Uhr
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