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Wetterdienst: Tief «Queenie» bringt neue Asche

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Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Wetterdienst erwartet andauernde Störungen des Luftverkehrs wegen der Vulkanasche aus Island. Grund ist das immer noch recht stabile Hoch, das stärkeren Wind oder Regen über Mitteleuropa verhindert.

«Die Asche verharrt über uns», sagte ein auf das Flugwetter spezialisierter DWD-Meteorologe am Sonntag in Frankfurt. In Luftschichten von bis zu 6000 Metern seien daher immer noch erhöhte Konzentrationen von Aschepartikeln vorhanden, die sich nur sehr langsam absenken.

Der Leiter des Flugwetterdienstes sagte am Sonntagabend der Nachrichtenagentur dpa: «Es kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Mit weiteren Störungen des Luftverkehrs muss gerechnet werden.» Meteorologen an der Wetter-Beobachtungsstation am Wendelstein registrierten am Sonntag mit Vulkanasche verschmutzte Regen- und Graupelniederschläge

Eine grundlegende Wetteränderung tritt nach der Prognose der Experten erst am Dienstag ein, wenn feuchtere Luftmassen mit schauerartigen Regenfällen von der Nordsee her zunehmend das Wetter bestimmen. Dieses Tief mit dem Namen «Queenie» könnte allerdings zugleich neue Asche von Island nach Mitteleuropa bringen und den Luftverkehr weiterhin behindern.

Im Unterschied zur vergangenen Woche seien aber etliche Wolken und Niederschläge dabei, so dass man darauf hoffen könne, dass auf dem mehrere tausend Kilometer langen Weg «einiges ausgewaschen» werde. Derzeit wird die Asche von dem Vulkan in eine Höhe von rund 8000 Metern gestoßen und dann in Richtung Skandinavien geweht.

Vulkane / Luftverkehr / Wetter / Island
18.04.2010 · 22:10 Uhr
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