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Westliche Journalisten in Gaddafis Gewalt

Paris (dpa) - Sie könnten zum Faustpfand des libyschen Machthabers werden: Sieben ausländische Journalisten befinden sich nach Informationen der Organisation Reporter ohne Grenzen derzeit in der Hand des Militärs von Muammar al-Gaddafi.

Unter ihnen ist auch der deutsch-kolumbianische AFP-Fotograf Roberto Schmidt (45). Die Organisation zeigte sich am Dienstag besorgt über die Situation. Schmidt sei bereits am Samstag gemeinsam mit dem britischen AFP-Reporter Dave Clark und dem US-Fotografen der Agentur Getty, Joe Raedle, festgenommen worden, teilte die Nachrichtenagentur AFP mit. Gaddafis Soldaten hätten das Auto angehalten und die Journalisten mit vorgehaltenen Waffen zum Aussteigen gezwungen.

Die Soldaten hätten anschließend auf mehrere Autos geschossen und die Journalisten in ihrem Militärfahrzeug mitgenommen. Das habe der Fahrer der Journalisten berichtet, der die drei am Samstag von Tobruk in die Rebellenhochburg Adschdabija fahren sollte.

Ein weiterer französischer Fotograf, Stéphane Lehr, der zeitweise als vermisst galt, habe sich inzwischen bei seiner Agentur gemeldet, berichtete Reporter ohne Grenzen. Es seien aber weiterhin vier Journalisten des arabischen Senders Al-Dschasira sowie sechs libysche Journalisten in der Gewalt von Gaddafis Anhängern.

Konflikte / Medien / Frankreich / Libyen
23.03.2011 · 00:11 Uhr
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