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Westliche Geheimdienste unterstützen libysche Rebellen

Tripolis (dts) - Die westlichen Alliierten sind offenbar nicht nur mit Luftangriffen und Blockaden in Libyen aktiv. Wie die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte berichtet, unterstützen seit Wochen auch Agenten des US-Geheimdienstes CIA Aktionen der libyschen Rebellen. Die Agenten würden demnach unter anderem mögliche Ziele für Luftschläge auskundschaften und zudem versuchen, Kontakte mit den Aufständischen zu knüpfen.

Nach Angaben von britischen Regierungsbeamten seien auch Agenten des Auslandsgeheimdienstes MI6 und Mitglieder von Spezialkommandos in Libyen. Sie versorgten die Briten mit Informationen über Ziele für Luftschläge, sowie Stellungen und Bewegungen des libyschen Militärs. Das Weiße Haus wollte die Berichte nicht kommentieren. "Es ist gängige Praxis für diese und alle anderen US-Regierungen, sich zu Geheimdienst-Angelegenheiten nicht zu äußern", erklärte Präsidentensprecher Jay Carney. Unterdessen gibt es in der Nato weiter Streit, ob das Bündnis die libyschen Rebellen mit Waffen versorgen soll. Die USA, Großbritannien und Frankreich wollen solche Lieferungen nicht ausschließen, Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen lehnt dies jedoch entschieden ab. Unterdessen hat sich der libysche Außenminister Mussa Kussa am Mittwochabend nach London abgesetzt und die britische Regierung über seinen Rücktritt informiert. Kussa galt als wichtiger Vertrauter des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi.
Libyen / USA / Großbritannien / Militär / Weltpolitik
31.03.2011 · 08:00 Uhr
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