News
 

Westerwelle will Ehrlichkeit über Afghanistan-Einsatz

WesterwelleGroßansicht
Berlin (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich für die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan stark gemacht und zugleich «Offenheit und Ehrlichkeit» der Regierung in Bezug auf die Mission angekündigt.

Ohne auf den «Bild»-Bericht über zurückgehaltene Informationen der Bundeswehr zu zivilen Opfern des von einem deutschen Oberst befohlenen Luftangriffs einzugehen, sagte Westerwelle am Donnerstag im Bundestag: «Offenheit und Transparenz und Ehrlichkeit schafft die Grundlage für Vertrauen. Das ist auch die Regierung dem Parlament schuldig.» Ein Auslandseinsatz der Bundeswehr müsse getragen werden von dem Parlament und der Gesellschaft.

Auf direkte Frage des Grünen-Abgeordneten Volker Beck zu dem «Bild»-Bericht sagte Westerwelle, es sei unangemessen in einer solchen Debatte «eigene Süppchen zu kochen». Das Verhalten der Grünen sei «inakzeptabel und würdelos». Es gehe darum, über die Verlängerung eines schwierigen Einsatzes zu beraten.

Westerwelle sagte, Deutschland engagiere sich aus Menschlichkeit und ureigenem Interesse in Afghanistan. Ohne die Bundeswehr gebe es keine Sicherheit für den zivilen Wiederaufbau. Ein «kopfloses Ende wäre unverantwortlich» und würde diese «explosive Region» mit den Nuklearmächten Pakistan und Indien destabilisieren. Niemand wolle diesen Einsatz «bis zum St. Nimmerleinstag». Deutschland wolle aber Afghanistan helfen, selbst für seine Sicherheit zu sorgen.

Konflikte / Bundeswehr / Bundestag / Afghanistan
26.11.2009 · 09:50 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen