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Westerwelle verlangt «neutrale» Untersuchung

Guido WesterwelleGroßansicht
Berlin (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle hat nach der israelischen Aktion gegen die internationale Gaza-«Solidaritätsflotte» eine «neutrale» Untersuchung verlangt.

Der FDP-Vorsitzende sagte nach einem Telefonat mit dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman: «Ich habe darauf gedrungen, dass es eine umfassende, transparente und neutrale Untersuchung geben muss über alle Umstände.» Westerwelle ließ offen, ob seiner Meinung nach eine Überprüfung durch die Israelis allein ausreicht.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes waren mit der «Solidaritätsflotte» insgesamt sechs Bundesbürger unterwegs, darunter auch zwei Bundestagsabgeordnete der Linkspartei. Westerwelle machte keine näheren Angaben zu ihrem Schicksal. Der Außenminister rief Israelis und Palästinenser auf, trotz der «tragischen Ereignisse» ihre indirekten Friedensgespräche fortzusetzen. Beide Seiten reden derzeit mit Hilfe eines US-Vermittlers über eine Wiederaufnahme der direkten Friedensverhandlungen.

Israelische Soldaten hatten am Morgen gewaltsam mehrere Schiffe aufgebracht, mit denen pro-palästinensische Aktivisten Hilfsgüter in den von Israel blockierten Gazastreifen bringen wollten. Dabei wurden mindestens zehn Menschen getötet.

Konflikte / Gaza / Nahost
31.05.2010 · 13:52 Uhr
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