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Westerwelle und Hague ermahnen Serbien

Bundesaußenminister Guido Westerwelle und sein britischer Amtskollege William Hague (l) fordern Kompromisse und Kooperation von Serbien. (Archivbild)Großansicht

Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle und sein britischer Kollege William Hague haben Serbien ermahnt, im Kosovostreit auf Kompromisse und Kooperation zu setzen.

«Die Art und Weise, in der Nachbarschaftsfragen gelöst werden, ist ein entscheidendes Kriterium für eine EU-Perspektive», stellten beide Minister am Donnerstag in Berlin fest. Serbien erwartet, bis zum Jahresende den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu erhalten.

Unter anderem müsse sich Serbien mit seiner früheren Provinz Kosovo über die Stromversorgung, die Telekommunikation und die gegenseitige Anerkennung von Hochschulabschlüssen verständigen, verlangten beide Außenminister. Auch die Zollstempel müssten anerkannt werden. Die neue Gewalt war in den letzten Tagen genau wegen dieser Frage ausgebrochen.

Weil Serbien nicht die Zollstempel des Kosovos anerkennt, war der Import von Waren aus dieser Region zum Erliegen gekommen. Im Gegenzug hatte das Kosovo einen Importstopp für serbische Waren verfügt, an dem sich der neue Konflikt entzündet hatte.

Weiter verlangten Westerwelle und Hague, «die territoriale Integrität des Kosovos zu respektieren». Die serbische Minderheit im Norden weigert sich, die Zentralregierung in Pristina anzuerkennen. Demgegenüber verteidigt sie ihre Verbindungen zu Serbien ohne Einfluss der Kosovo-Regierung.

Kosovo / Konflikte / International / Serbien
28.07.2011 · 22:45 Uhr
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