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Westerwelle ruft deutschen Botschafter aus Iran zurück

Berlin (dts) - Nach Großbritannien hat nun auch Außenminister Guido Westerwelle den deutschen Botschafter aus dem Iran nach Berlin zurückgerufen. "In Anbetracht der gestrigen Ereignisse in Teheran hat Außenminister Westerwelle entschieden, dass der deutsche Botschafter zu Konsultationen nach Berlin zurückgerufen wird", erklärte das Auswärtige Amt am Mittwoch. Zuvor hatte London die Schließung seiner Botschaft in Teheran und die Ausweisung aller iranischen Diplomaten aus der britischen Hauptstadt bekannt gegeben.

Die Londoner Regierung verurteilte die Angriffe zutiefst. "Der Angriff auf die britische Botschaft in Teheran heute war abscheulich und nicht zu rechtfertigen", erklärte Premierminister David Cameron. Der britische Regierungschef kündigte zudem "ernste Konsequenzen" an. So werde man in den kommenden Tagen über geeignete Maßnahmen gegen die iranische Regierung beraten. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Angriff auf die Botschaft ebenfalls. Das Gremium rief die iranischen Behörden auf, diplomatische Einrichtungen und Mitarbeiter mit allen geeigneten Maßnahmen zu schützen. Zahlreiche Staaten erklärten sich mit Großbritannien solidarisch. So hält Norwegen seine Botschaft in Teheran weiter geschlossen. Das iranische Außenministerium bedauerte den Zwischenfall und bezeichnete diesen als eine spontane Aktion demonstrierender Studenten, die nicht von der Regierung genehmigt worden sei. Der Protest richte sich gegen die jüngste Verschärfung britischer Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms.
DEU / Iran / Weltpolitik
30.11.2011 · 16:03 Uhr
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