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Westerwelle: Neue Afghanistan-Strategie braucht Zeit

Außenminister Westerwelle: Vor der Afghanistan-Konferenz im Januar soll nicht über US-Forderungen nach einer Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents entschieden werden.Großansicht
Berlin (dpa) - Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier hat konkrete Bedingungen genannt, unter denen seine Partei einer möglichen Aufstockung der Bundeswehr-Truppen in Afghanistan zustimmen könnte.

Dies sei denkbar, «wenn alle Möglichkeiten der Umschichtung (aus bestehenden Kontingenten) ausgeschöpft sind und zusätzliche deutsche Soldaten ausschließlich für die Ausbildung afghanischer Polizisten und Militärs eingesetzt würden», sagte Steinmeier der «Rheinischen Post». Ziel müsse es sein, das Ende des Afghanistan-Einsatzes vorzubereiten.

Außenminister Guido Westerwelle bekräftigte aber, dass vor der für Januar geplanten Afghanistan-Konferenz nicht über US-Forderungen nach einer Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents entschieden werden soll. «Erst geht es um die Ziele, dann um die Strategie, dann um die instrumentellen Schlussfolgerungen», sagte der FDP-Politiker der «Welt am Sonntag» weiter. «Präsident (Barack) Obama hat sich vernünftigerweise Zeit für seine Strategie genommen, so machen wir das auch.»

Die Mitglieder der Bundesregierung erarbeiteten zurzeit eine Strategie, sagte Westerwelle. «Die werden wir eng und intensiv abstimmen: mit dem Bundestag, mit Europa, mit unseren Bündnispartnern.»

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
12.12.2009 · 22:29 Uhr
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