News
 

Westerwelle: Neue Afghanistan-Strategie braucht Zeit

Guido WesterwelleGroßansicht
Berlin (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle will die deutsche Afghanistanpolitik nicht nur auf die Truppenstärke der Bundeswehr reduziert sehen. «Erst geht es um die Ziele, dann um die Strategie, dann um die instrumentellen Schlussfolgerungen», sagte der FDP-Politiker der «Welt am Sonntag».

Bis zu der für Januar geplanten Afghanistan-Konferenz werde nicht über US-Forderungen nach einer Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents am Hindukusch entschieden: «Präsident (Barack) Obama hat sich vernünftigerweise Zeit für seine Strategie genommen, so machen wir das auch.»

Die Mitglieder der Bundesregierung erarbeiteten zurzeit eine Strategie, sagte Westerwelle. «Die werden wir eng und intensiv abstimmen: mit dem Bundestag, mit Europa, mit unseren Bündnispartnern.»

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier nannte indes konkrete Bedingungen, unter denen seine Partei einer möglichen Aufstockung der Bundeswehr-Truppen in Afghanistan zustimmen könnte. Dies sei denkbar, «wenn alle Möglichkeiten der Umschichtung (aus bestehenden Kontingenten) ausgeschöpft sind und zusätzliche deutsche Soldaten ausschließlich für die Ausbildung afghanischer Polizisten und Militärs eingesetzt würden», sagte Steinmeier der «Rheinischen Post». Ziel müsse es sein, das Ende des Afghanistan- Einsatzes vorzubereiten.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
13.12.2009 · 10:53 Uhr
[4 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
17.01.2017(Heute)
16.01.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen