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Westerwelle: Karsai muss Taten folgen lassen

Kabul (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle hat die Antrittsrede des im Amt bestätigten afghanischen Präsidenten Hamid Karsai begrüßt, aber auch ein entsprechendes Handeln gefordert.

«Das war eine Rede mit den richtigen Schwerpunkten, die unsere Erwartungen erfüllt», sagte Westerwelle am Donnerstag nach der Vereidigung Karsais bei seinem Besuch in Kabul. «Wir werden Präsident Karsai beim Wort nehmen und setzen darauf, dass den richtigen Worten jetzt auch die richtigen Taten folgen.» Westerwelle nahm zusammen mit vielen anderen Außenministern an der Amtseinführung teil und traf Karsai am Nachmittag.

Nach dem Gespräch mit dem Präsidenten sagte Westerwelle, Karsai habe in seiner Ansprache bei der Vereidigung «die Probleme beim Namen genannt». «Es war eine Rede, die von der internationalen Staatengemeinschaft erwartet worden ist, aber gleichzeitig auch eine Rede, die nach innen nichts verkleistert hat.» Karsai hatte unter anderem einen verstärkten Kampf gegen die Korruption im Land und eine Große Ratsversammlung zur Versöhnung mit den Taliban angekündigt.

Der Präsident hatte weiter gesagt, die afghanischen Sicherheitskräfte müssten in den kommenden Jahren schrittweise die Verantwortung von den ausländischen Truppen übernehmen. «Ich hoffe, dass die afghanischen Kräfte innerhalb der nächsten fünf Jahre in der Lage sein werden, die Führung dabei zu übernehmen, Sicherheit und Stabilität im Land zu wahren.» Aus deutschen Diplomatenkreisen hieß es, der Zeitraum von fünf Jahren bis zur Übernahme der Sicherheitsverantwortung durch afghanische Kräfte decke sich mit den Erwartungen der Bundesregierung.

Konflikte / Afghanistan / Deutschland
19.11.2009 · 12:57 Uhr
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