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Weiteres Schicksal von Aschtiani unklar

Sakineh Mohammadi AshtianiGroßansicht

Teheran (dpa) - Nach über vier Jahren Haft gibt es einen schwachen Hoffnungsschimmer für die wegen Ehebruchs zum Tode verurteilte Iranerin Mohammadi-Aschtiani.

Die zweifache Mutter soll nun doch nicht gesteinigt werden. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, eine Vollstreckung der Strafe sei nie vorgesehen gewesen. «Das war 2006 ein symbolisches Urteil, das im Gericht auch nicht von allen Richtern bestätigt wurde», hieß es am Freitagabend in einer Sondersendung des englischsprachigen Nachrichtensenders Press TV. Ob der Frau nun der Tod durch den Strang droht oder sie mit einer Haftstrafe rechnen kann, blieb offen.

Mohammadi-Aschtiani gestand in der Sendung erneut, dass sie ihrem Liebhaber vor fast fünf Jahren geholfen habe, ihren Mann zu ermorden. Inwieweit das Geständnis erzwungen wurde, ist unklar. Die Frau war 2006 verhaftet und zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Das Urteil löste weltweit heftige Proteste aus.

Press TV wies darauf hin, dass die iranische Justiz bereits 2005 befohlen habe, keine Steinigungen mehr vorzunehmen. Diese Anweisung sei aber bis zum Prozess gegen Mohammadi-Aschtiani nicht in den Gesetzesrahmen integriert worden.

Von den beiden deutschen Journalisten, die am 10. Oktober in der nordwestiranischen Provinz Aserbaidschan verhaftet worden waren, gab es keine neuen Bilder. Bei einem Gespräch im Gefängnis hätten beide bestritten, ein Interview mit dem Sohn und den Anwalt von Mohammadi- Aschtiani geführt zu haben, hieß es in der Sendung. Ein Foto beweise aber, dass dies nicht stimme. Das Bild zeigte die deutschen Reporter - angeblich im Büro des Anwalts - mit eingeschaltetem Rekorder.

Justiz / Iran / Deutschland
11.12.2010 · 16:05 Uhr
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