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Weitere Suche nach Vermissten in Nachterstedt

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Nachterstedt (dpa) - Zwei Tage nach dem Erdrutsch in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) wollen die Bergungskräfte erneut versuchen, zu den drei vermissten Bewohnern vorzudringen.

Die drei Menschen im Alter zwischen 48 und 51 Jahren waren am Samstagmorgen vermutlich schlafend mit ihrem Doppelhaus in die Tiefe in einen Bergbausee gerissen worden. Die Bergungskräfte hatten bis Sonntagabend wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche keine Möglichkeit zu den Haustrümmern vorzudringen, die in dem See vermutet wurden.

Die mehr als 40 Einwohner, deren Häuser evakuiert wurden, konnten am Sonntagabend für kurze Zeit in ihre Wohnungen zurück. Sie konnten sich wichtige Gegenstände und Dokumente holen, ehe sie wieder in Ferienwohnungen oder bei Bekannten unterkamen. «Wir konnten den Betroffenen aber nur eine knappe halbe Stunde gewähren», sagte Polizeisprecherin Bettina Moosbauer. Die Gefahr durch weitere Erdrutsche sei zu groß.

Gerätselt wird weiter über die Unglücksursache, bei der ein Zusammenhang mit dem früheren Braunkohle-Tagebau angenommen wurde. «Es wird umfangreicher Gutachten in den nächsten Wochen und Monaten bedürfen», sagte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert (CDU). Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein, hatte aber keinen konkreten Verdacht gegen mögliche Schuldige. Nachterstedt wurde zum Katastrophengebiet erklärt.

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20.07.2009 · 07:27 Uhr
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