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Weiter Ausfälle am Frankfurter Flughafen

Gestrandete schlafen im Frankfurter Flughafen in einem Wartebereich.Großansicht
Frankfurt/Main (dpa) - Trotz einer fast schneefreien Nacht hat sich der seit Montag stark eingeschränkte Betrieb auf dem Frankfurter Flughafen auch am Mittwoch noch nicht wieder normalisiert. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte bereits am Vormittag 29 gestrichene Flüge.

Allerdings seien anders als an den Vortagen nicht mehr die Folgen des Schneechaos in Frankfurt der Grund für die Probleme, erläuterte Flughafen-Sprecher Jürgen Harrer. Vielmehr seien die jüngst gestrichenen Flüge das Resultat der Wetterkapriolen an anderen europäischen Flughäfen.

Fluggäste müssten daher auch den ganzen Mittwoch über trotz freier Pisten in Frankfurt noch mit gestrichenen Flügen, Verspätungen und Umbuchungen rechnen, sagte der Sprecher. «Das liegt vor allen Dingen daran, dass der Frankfurter Flughafen natürlich von der jeweiligen Situation auf den anderen europäischen Flughäfen abhängig ist. Das heißt: Auf der einen Seite läuft hier in Frankfurt der Betrieb zwar rund, an anderen Destinationen ist das aber noch nicht der Fall.» Die Passagiere sollten sich mit Fragen an ihre Reiseveranstalter oder Fluggesellschaften wenden.

Nach heftigen Schneefällen waren alle drei Pisten des größten deutschen Luftdrehkreuzes in der Nacht zum Dienstag für vier Stunden komplett gesperrt worden. Nach Angaben der Fraport waren deswegen am Montag 230 und am Dienstag 134 Flüge ausgefallen. Hinzu kamen Hunderte Verspätungen und Umbuchungen. 8000 Passagiere saßen in der Nacht zum Dienstag fest - etwa 5000 von ihnen kamen in Hotels unter, der Rest übernachtete teilweise auf Feldbetten im Flughafen.

Wie die größte deutsche Airline Lufthansa am Mittwoch mitteilte, musste sie zwischen Sonntag und Dienstag exakt 700 Flüge streichen. Schwerpunkt der Annullierungen sei Frankfurt gewesen - dort ist die Basis der Lufthansa-Flotte beheimatet und sorgt für einen Großteil der täglich etwa 1250 Starts und Landungen auf dem Frankfurter Flughafen. Er ist einer der weltweit größten Airports, in Europa sind nur London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle ähnlich groß.

Wie der Flughafenbetreiber weiter mitteilte, musste kein Passagier eine zweite Nacht ins Hotel. Auch die Feldbetten seien wieder abgebaut worden - auf ihnen hatten vor allem Fluggäste aus dem Transitbereich geschlafen, die nicht nach Deutschland eingereist waren. Auch das Chaos in den Warteschlangen habe sich am Mittwoch aufgelöst. «Im Vergleich zu gestern hat sich auch in den Terminals die Lage deutlich verbessert. Wir haben nicht mehr diese langen Passagierschlangen - dadurch, dass wir eben in den späten Abendstunden und auch in der Nacht noch durchfliegen konnten», sagte Sprecher Harrer.

Nach Fraport-Angaben hatte es ein ähnlich verheerendes Wetterchaos auf dem Frankfurter Flughafen seit «vielen, vielen Jahren» nicht mehr gegeben. Selbst altgediente Flughafen-Mitarbeiter hätten sich nicht an Vergleichbares erinnern können.

Wetter / Verkehr
23.12.2009 · 12:12 Uhr
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