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Weiter angespannte Lage in Honduras

Die honduranische Interims-Regierung hat die Armee im ganzen Land aufmarschieren lassen.Großansicht
Tegucigalpa (dpa) - Drei Wochen nach dem Sturz des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya bleibt die Lage in Honduras angespannt. Um mögliche Unruhen einzudämmen, hat die Interims-Regierung die Armee offenbar in weiten Teilen des Landes aufmarschieren lassen.

«Honduras befindet sich im Belagerungszustand», berichtete am Donnerstagabend der Dokumentarfilmer Walter Hernández. «Der größte Teil des Landes ist militarisiert». In Nicaragua sagte Präsident Daniel Ortega, die honduranische Armee sei an der gemeinsamen Grenze zusammengezogen worden. An diesem Samstag werden in Costa Rica die Vermittlungsgespräche zur Beilegung Staatskrise fortgeführt.

Die Interims-Regierung unter Präsident Roberto Micheletti befürchtet, dass es im Fall einer Rückkehr von Zelaya, der sich derzeit in Nicaragua aufhält, zu einem Blutvergießen kommen könnte. Am Dienstag hatte Zelaya seine Anhänger trotz mehrfacher Warnungen zum Volksaufstand aufgerufen, um seine Rückkehr ins Präsidentenamt zu erzwingen. Sein Kontrahent, Interims-Präsident Roberto Micheletti, hat inzwischen seinen Rücktritt unter der Bedingung angeboten, dass Zelaya auf eine Rückkehr ins honduranische Präsidentenamt verzichtet.

Trotz starker Präsenz von Polizeikräften in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa sei es dort erneut zu Protesten gegen den Staatsstreich vom 28. Juni gekommen, hieß es in dem Bericht von Hernández weiter, der seit dem Sturz Zelayas im Widerstand gegen die Interims-Regierung aktiv ist. Fernsehen, Radio und Zeitungen schwiegen zu den Ereignissen. Das Department Olancho entlang der Grenze zu Nicaragua, die Heimat des gestützten Präsidenten Manuel Zelaya, sei vollkommen abgeriegelt und isoliert vom Rest des Landes.

Konflikte / Regierung / Honduras
17.07.2009 · 14:35 Uhr
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