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Weihnachten: Das Fest der Geburt Jesu Christi

Krippe mit Joseph, Maria und dem Jesus-Kind: Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi.öGroßansicht
Hamburg (dpa) - Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi und neben Ostern das Hauptfest im Kirchenjahr. Der Name ist abgeleitet vom mittelhochdeutschen «ze wihen nahten» und bedeutet «in den heiligen Nächten».

Glauben an den Erlöser

Die theologische Bedeutung von Weihnachten liegt in der Menschwerdung Gottes. Für die Christen ist Jesus der Messias, also der Erlöser der Menschheit, der das Evangelium verkündet. Etwa jeder zweite Bundesbürger wird zu Weihnachten in einen Gottesdienst gehen, für viele ist es der einzige Kirchenbesuch des Jahres. In den Christmetten wird die biblische Überlieferung der Geburt Jesu aus dem Lukas-Evangelium verlesen. Danach wurde Jesus in Bethlehem in einer Krippe geboren.

Die Geburtskirche

In Bethlehem steht heute noch die aus dem 6. Jahrhundert stammende Geburtskirche. Sie soll über jener Höhle errichtet worden sein, in der Jesus zur Welt kam. Unter der Kirche liegt die Geburtsgrotte mit dem sogenannten Silberstern. Seine lateinische Inschrift lautet: «Hic de Virgine Maria Jesus Christus natus est» (Hier wurde von der Jungfrau Maria Jesus Christus geboren). Fünfzehn Lampen über dem Stern repräsentieren verschiedene christliche Konfessionen.

Der Geburtstag

Die erste Kalendernotiz, die die Geburt Jesu auf den 25. Dezember festlegt, findet sich im Chronographen des Kopisten Furius Dionysius Filocalus aus dem Jahre 354. Frühere Zeugnisse belegen auch andere Daten. Ab dem 7. Jahrhundert setzte sich der Brauch, die Geburt Christi am 25. Dezember zu feiern, auch in Deutschland durch.

Altes Brauchtum

Die Weihnachtskrippe geht auf Franz von Assisi zurück, der am Heiligabend 1223 in einer Höhle mit lebenden Tieren neben einer Krippe feierte. Vor etwa 600 Jahren wurden erstmals in der Vorweihnachtszeit immergrüne Zweige von Tannen oder Misteln ins Haus geholt, um Lebenskraft zu symbolisieren und das Haus vor Schaden zu bewahren. Der Ursprung des Weihnachtsbaums liegt im mittelalterlichen Paradiesspiel mit einem Paradiesbaum, von dem Adam und Eva einen Apfel pflückten. Der Brauch von lichtergeschmückten Tannenbäumen entstand im 15. Jahrhundert im Elsass und breitete sich von dort zunächst über protestantische Gegenden aus. Der Vorläufer unseres Adventskranzes mit vier Kerzen wurde im 19. Jahrhundert in einem Hamburger Jugendheim aufgestellt und hatte noch 24 Lichter.

Der Weihnachtsmann bringt Geschenke

Der Weihnachtsmann hat sich erst im 20. Jahrhundert weitgehend durchgesetzt. In den USA hatte eine Werbekampagne von Coca Cola 1931 großen Anteil daran. Vorbild waren der heilige Nikolaus und sein Begleiter Knecht Ruprecht, die in der Adventszeit Geschenke verteilen. In christlichen Familien bringt noch heute das Christkind die Geschenke.

Chronik / Kirchen / Weihnachten
25.12.2009 · 10:41 Uhr
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