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Wehrbeauftragter Robbe beendet Amt mit massiver Kritik

Berlin (dts) - Der Wehrbeauftragte der Bundesregierung, Reinhold Robbe (SPD), hat heute seinen letzten Bericht über den Zustand der Bundeswehr vorgelegt, in dem er auf massive Mängel in der Ausstattung und bei der medizinischen Versorgung der Bundeswehrsoldaten hinwies. Es fehle an Fahrzeugen, Fluggeräten, Waffen, Ärzten und Geld für einen optimalen Schutz der Soldaten. Vor allem beim Sanitätsdienst übte der SPD-Politiker scharfe Kritik. Dem Inspekteur des Dienstes, Kurt-Bernhard Nakath, warf Robbe "klares Versagen" vor. "Es gibt nicht wenige Experten in der Bundeswehr, die davon sprechen, dass dieser Inspekteur die Sanität regelrecht vor die Wand gefahren hat", sagte Robbe. Nach der Einschätzung des Wehrbeauftragten fehlen derzeit 600 Militärärzte. "Der Bundeswehr gehen die Ärzte aus", schlussfolgert Robbe. Auch die Zahl der traumatisierten Soldaten sei erheblich angestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 466 Soldaten wegen posttraumatischen Belastungsstörungen behandelt, was im Vergleich zu 2008 fast eine Verdopplung darstelle. Besonders große Missstände sieht Robbe in Afghanistan, knapp 90 Prozent der traumatisierten Soldaten gehörten zur Internationalen Schutztruppe Isaf. Für den Schutz der Soldaten dürfe fehlendes Geld kein Argument sein, sagte Robbe. Als Nachfolger Robbes, dessen fünfjährige Amtszeit im Mai ausläuft, hat die FDP ihren Verteidigungspolitiker Hellmut Königshaus nominiert. Die Union hatte Königshaus bereits in den Koalitionsverhandlungen akzeptiert.
DEU / Militär / Gesundheit
16.03.2010 · 22:20 Uhr
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