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"Washington Sniper" hingerichtet

Greensville/Washington (dts) - Der als "Heckenschütze von Washington" bekannt gewordene John Allen Muhammad ist in der vergangenen Nacht hingerichtet worden. Vor allem in den US-Medien wurde breit über die Exekution berichtet. Reporter hatten das Greensville Correctional Center in Virginia, in dem die Hinrichtung vollzogen wurde, regelrecht belagert. Ein leitender Polizeibeamter erklärte im US-Fernsehen, er würde die Hinrichtung nur zu gern selbst durchführen. Talkmaster Larry King hatte wenige Minuten nach der Exekution eine unter Tränen stehende Angehörige eines der Opfer interviewt. Der Attentäter selbst hatte den Medien allerdings nur wenig Material geliefert. Muhammad habe sich ruhig und nahezu bewegungslos verhalten, ein letztes Wort habe er nicht sprechen wollen, so ein Gefängnisangestellter. Um 21.06 Uhr Ortszeit hatte der 48-Jährige die Giftinjektion erhalten, fünf Minuten später wurde der Tod festgestellt. Muhammad hatte im Oktober 2002 zusammen mit dem damals 17-jährigen Lee Boyd Malvo wahllos Menschen im Großraum Washington getötet. Über drei Wochen hinweg hatten die Täter immer wieder aus einem umgebauten Kofferraum auf Passanten geschossen. Insgesamt zehn Menschen starben, fünf davon innerhalb eines Tages. Muhammad und Malvo hatten an öffentlichen Orten wie Tankstellen und Supermarktparkplätzen aus dem Hinterhalt auf ihre Opfer geschossen. Der Komplize des Hingerichteten wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
USA / Kriminalität / Justiz
11.11.2009 · 10:01 Uhr
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